Der Student- und Existenzgründer Andreas Gießler vor seiner Alarmplane.

Der Student- und Existenzgründer Andreas Gießler vor seiner Alarmplane.

Foto: pr

Bremerhaven
Unternehmen
Wirtschaft

Lkw-Plane schlägt bei Beschädigung Alarm

Von Regina Kahle
28. Oktober 2017 // 20:30

Er ist ein Beispiel für die angestrebte Verbindung zwischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort: Der Bremerhavener Student und Existenzgründer Andreas Gießler entwickelt ein Alarmsystem zum Schutz vor Lkw-Einbrüchen. In den neuen Büroräumlichkeiten im Gründer- und Technologiezentrum Timeport in Bremerhaven will er seine Innovation nun vermarkten.

300 Millionen Schaden pro Jahr

Nach Schätzungen des Bundesamtes für Güterverkehr liegt der Schaden bei abgestellten Lkw durch das Aufschlitzen von Anhängerplanen und anschließendem Ladungsdiebstahl jährlich bei etwa 300 Millionen Euro. Für Gießler, der an der Hochschule Bremerhaven das Fach Transportwesen/Logistik studiert und bereits auf eine zehnjährige berufliche Karriere in der Logistikbranche zurückblickt, war dieses Thema nicht unbekannt.

System soll Diebe in die Flucht schlagen

Bereits vor seiner Erfindung gab es Versuche mit schnittfesten Planen, verstärkt durch ein Drahtgewebe. Das hohe Gewicht erwies sich meist als Nachteil. Er hatte die Idee, ein System zu entwickeln, das Lkw-Diebe auf andere Weise in die Flucht schlagen kann. Bei der Alarmplane von Gießler werden feine Kabel in die Plane eingenäht. Diese wird von Innen auf die vorhandene Lkw-Plane aufgebracht, so dass sich das System bei jedem Fahrzeug problemlos nachrüsten lässt. Die Kabel sind mit einem Alarmsystem gekoppelt, das durch eine vom Bordnetz unabhängige Stromversorgung funktioniert und das daher auch für einzelne Paletten geeignet ist. Wird ein Kabel durch Schnitt getrennt, löst es einen starken Alarmton (110 dBA) aus, der die Täter vertreiben soll.

Eigenes Unternehmen gegründet

Für Gießler, der auf seine Erfindung eine positive Resonanz bekommen habe und zudem die Branche aus eigener Berufserfahrung gut kennt, war dies zugleich der Startschuss, ein eigenes Unternehmen, die Alarmplane.de GmbH, zu gründen. Zugleich meldete er die Schutzrechte an und rüstete die ersten Auflieger um. Das Bundesamt für Güterverkehr hat die Alarmplane geprüft und fördert auch finanziell die Umrüstung auf die Alarmplane.

Umfrage Deutschland schottet sich mit krassen Maßnahmen gegen das Coronavirus ab: Um die weitere Verbreitung aufzuhalten, dürfen die Menschen jetzt nur noch höchstens zu zweit auf die Straße.

Sind drastisch Maßnahmen wie die Kontaktsperre richtig?

8381 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram