Asiaten übernehmen die Lloyd Werft. Genting-Boss Lim Kok Thay will offenbar die Lloyd Werft komplett von Dieter Petram kaufen und sich nicht nur mit Anteilen begnügen. Foto Scheer

Genting-Boss Lim Kok Thay will offenbar die Lloyd Werft komplett von Dieter Petram kaufen und sich nicht nur mit Anteilen begnügen. Foto Scheer

Bremerhaven
Schiffe & Häfen

Lloyd Werft soll von den Asiaten komplett übernommen werden

Von Klaus Mündelein
4. Dezember 2015 // 13:37

Die Asiaten wollen offenbar die Lloyd Werft komplett übernehmen. Das Gerüchte bekommt durch den Vertrag Nahrung, den Schiffbauunternehmer Dieter Petram für den Teileinstieg mit der Genting-Gruppe vereinbart hat. Er ermöglicht es dem milliardenschweren Konzern mit den großen Plänen, die restlichen Anteile von Petram einzufordern.

Schiffbaustandort verändert sich

Und diese Option wollen die Asiaten dem Vernehmen nach auch schon bald verwirklich. Petram nicht mehr bei der Lloyd Werft? Damit würde sich der Schiffbaustandort Bremerhaven in der Tat verändern. Petram war 2010 bei der Werft eingestiegen. Er übenahm damals für 4,6 Millionen Euro die Anteile der italienischen Fincantieri-Werft. Damals wurde ein Bremerhavener Schiffbaukonzern geschaffen, der von der Politik immer gefordert worden war, um die interne Konkurrenz zu beenden, die oft genug für kaum auskömmliche Preise gesorgt hatte.

Lloyd-Werft-Anteile sind Millionen wert

Die Abmachungen mit Petram musste Genting als an der Börse Hong Kong notierter Konzern veröffentlichen. Der NORDSEE-ZEITUNG liegt die Vereinbarung vor, mit der Ende November der Anteileverkauf vollzogen wurde. Wie berichtet, übernahmen die Asiaten erst einmal 70 Prozent der Betriebsgesellschaft mit den 400 Mitarbeitern und 50 Prozent der Besitzgesellschaft mit dem Anlagevermögen. Petram erhielt dafür 17,5 Millionen Euro.

Mehr Zeit für Schiffbauauftrag

Der Vertrag umfasst mehrere Vereinbarungen. So war der Genting-Konzern bislang verpflichtet, bis zum Jahresende einen Schiffbauauftrag bei der Lloyd Werft zu bestellen. Bleibt diese Auftrag aus, kann Petram den Rückkauf der Anteile fordern, die er gerade erst veräußert hat. Diese Frist ist nun verlängert worden. Jetzt muss der Konzern bis zum 30. Juni seinen ersten Auftrag platziert haben. Laut bisherigem  Plan sollen in den kommenden Jahren auf der Lloyd Werft vier Flusskreuzschiffe und drei Hochsee-Kreuzfahrtschiffe der Luxusklasse für Gentings US-Reederei Crystal Cruises gebaut werden. Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren. Allerdings gibt es bis heute keinen verbindlichen Auftrag für die Schiffbauer aus dem Kaiserhafen.

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