Die Weserinsel „Langlütjen II“ gehört einem privaten Eigentümer, der die dort befindliche Festungsanlage als nationales Baudenkmal erhalten und als Hotel nutzen will. Umweltschützer sind gegen diese Pläne, weil die Insel im Nationalpark Wattenmeer liegt. Foto WSA Bremerhaven

Die Weserinsel „Langlütjen II“ gehört einem privaten Eigentümer, der die dort befindliche Festungsanlage als nationales Baudenkmal erhalten und als Hotel nutzen will. Umweltschützer sind gegen diese Pläne, weil die Insel im Nationalpark Wattenmeer liegt. Foto WSA Bremerhaven

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Bremerhaven
Der Norden

Lösung für Weserinsel Langlütjen II gesucht

Von nord24
19. Januar 2016 // 20:02

Die touristische Entwicklung der Weserinsel Langlütjen II soll entschlossener als bisher vorangetrieben werden. Das hat am Dienstag die Unterweserkonferenz des Regionalforums Bremerhaven bei ihrer Sitzung im Seefischkochstudio beschlossen. In einem gemeinsamen Positionspapier wird darauf gedrängt, das die damit befassten Ämter und Behörden eine einvernehmliche Lösung für den Erhalt der Festungsinsel finden.

Investor will Festung erhalten und als Hotel nutzen

Ein Investor hat die Insel gekauft. Er will die dort befindlichen Anlagen erhalten und als Hotel nutzen. Unter anderem ist auch vorgesehen, die Insel dauerhaft von Bremerhaven aus mit einem Schiff anzusteuern. „Ein touristisches Highlight“, so Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), „das kommt unserer gesamten Region zugute“.

Umweltschützer lehnen das Projekt im Nationalpark Wattenmeer ab

Umweltschützer sehen das Vorhaben kritisch, weil die Insel mitten im Nationalpark Wattenmeer in die höchste Schutzkategorie fällt. Andererseits ist dem Denkmalschutz daran gelegen, das alte Fort als „Baudenkmal von nationaler Bedeutung“ zu erhalten. Der Appell der Konferenz richtet sich daher an die niedersächsische Landesregierung, für diese Konfliktsituation eine Lösung zu finden, die dem Eigentümer eine Nutzungsperspektive lässt. Ohne nachhaltige Investitionen sei das Bauwerk akut gefährdet.

Bessere Ausbildung für Erzieher gefordert

Die Unterweserkonferenz tagt zwei- bis dreimal jährlich. Ihr gehören Vertreter der Stadt Bremerhaven sowie der Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch an. Ziel ist es, zu Themen, die die Unterweserregion betreffen, eine gemeinsame Haltung zu finden und zu vertreten. In einem ebenfalls einstimmig verabschiedeten Positionspapier fordern die Landräte Kai-Uwe Bielefeld (Cuxhaven) und Thomas Brückmann (Wesermarsch) sowie OB Grantz die Länder Niedersachsen und Bremen dazu auf, größere Anstrengungen zur Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte in den Kindertagesstätten zu unternehmen. Die Ausbildungsgänge müssten wegen der wachsenden Anforderungen an die Erzieher ebenso reformiert werden wie die Weiterbildung.

Einsatz für Maritimes Forschungszentrum

Stark machen will sich die Konferenz außerdem für den Aufbau eines vom Verband für Schiffbau und der IG Metall Küste geforderten Maritimen Forschungszentrums.

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