Mehr Kindergeld, neue Geldscheine: Das ändert sich 2019

Nicht nur Eltern können sich 2019 auf mehr Geld freuen.

Bremerhaven

Mehr Kindergeld, neue Geldscheine: Das ändert sich 2019

Von nord24
11. Dezember 2018 // 18:00

Das Kindergeld steigt, es gibt neue 100- und 200-Euro-Scheine und auch Minijobber bekommen den Mindestlohn: Das Jahr 2019 hat einige Änderungen zu bieten. Wir stellen euch einige vor.

Das Kindergeld wird erhöht

Eine gute Nachricht hat das kommende Jahr für zahlreiche Eltern. Ab dem 1. Juli 2019 gibt's zehn Euro mehr Kindergeld im Monat. Für die ersten beiden Kinder bekommen Eltern 204 Euro statt 194 Euro. Für das dritte Kind 210 Euro und für jedes weitere 235 Euro. Auch der steuerliche Kinderfreibetrag wird erhöht.

Werbung bei WhatsApp

WhatsApp wird ab dem kommenden Jahr über die Status-Funktion Werbeanzeigen schalten. Im Status kann jeder Nutzer Bilder, Texte oder Gifs hochladen, die dann für 24 Stunden sichtbar sind. Danach werden sie gelöscht. Zukünftig sollen hier auch Werbung zu sehen sein.

Versicherungen werden verständlicher

Verbraucher sollen beim Abschluss einer neuen Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung 2019 einen besseren Überblick bekommen. Kunden sollen von Versicherern vor der Unterschrift auf maximal drei Seiten alle wichtigen Infos bekommen. Diese sollen überdies mit kleinen Symbolen vermerkt werden. Außerdem müssen sie eine klare nicht irreführende Sprache verwenden.

Entlastung für Versicherte

Die 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden entlastet - die Arbeitgeber müssen wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen. Ab 1. Januar 2019 finanzieren sie auch die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit. Arbeitnehmer und Rentner sparen dadurch 6,9 Milliarden Euro jährlich.

Neue 100- und 200-Euro-Scheine

Die Europäische Zentralbank hat bereits im September 2018 die neuen 100- und 200-Euro-Scheine vorgestellt. Noch sind sie aber nicht im Umlauf. Vom 28. Mai 2019 sind die Scheine erhältlich. Sie haben neue Sicherheitsmerkmale und sollen so schwerer zu fälschen sein.

Mindestlohn für Minijobber

Wer einen Minijobber beschäftigt, muss sich an den neuen Mindestlohn halten. Er liegt ab dem 1. Januar bei 9,19 Euro pro Stunde. Arbeitgeber müssen den Lohn im Zweifel anpassen, erklären Verbraucherschützer. Das Problem: Die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat darf nicht überschritten werden. Ansonsten wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig.

Mehr Personal für die Pflege

Für den Kampf gegen die Personalnot in der Pflege kommt ein Paket für 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege. In Kliniken sollen die Krankenkassen jede aufgestockte Stelle komplett bezahlen. Taxifahrten zum Arzt sollen für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen künftig einfacher werden. Angehörige, die zur Kur gehen wollen, sollen ein pflegebedürftiges Familienmitglied parallel in derselben Reha-Einrichtung betreuen lassen können.

Höhere Freibeträge bei Steuern

Ledige haben ab dem 1. Januar in der Einkommensteuer einen Grundfreibetrag von 9168 Euro. Das sind 168 Euro mehr als 2018. Verheirateten stehen künftig 18.336 Euro zu, also 336 Euro mehr als bisher. Bis zu diesem Betrag bleibt das Einkommen steuerfrei. Im selben Umfang erhöhen sich die Beiträge, bis zu denen Steuerzahler Unterhalt für nahe Angehörige als außergewöhnliche Belastungen abziehen können. (dpa)