Die 22-jährige Vanessa Wardelmann wurde 1992 von einem mutmaßlichen Freier in ein Auto gelockt. So wurde er von Zeugen beschrieben (links). Auch die damals 26-jährige Anja Witt ging in Bremerhaven auf den Strich. Der mutmaßliche Täter hat verblüffende Ähnlichkeit zu dem von 1992.

Die 22-jährige Vanessa Wardelmann wurde 1992 von einem mutmaßlichen Freier in ein Auto gelockt. So wurde er von Zeugen beschrieben (links). Auch die damals 26-jährige Anja Witt ging in Bremerhaven auf den Strich. Der mutmaßliche Täter hat verblüffende Ähnlichkeit zu dem von 1992.

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Bremerhaven
Cuxland

Mord an zwei Bremerhavener Prostituierten: Phantombilder veröffentlicht

Von Christian Doescher
13. November 2019 // 20:15

Mit Phantombildern will die Polizeiinspektion Cuxhaven jetzt die Morde an zwei Prostituierten vom Straßenstrich in Bremerhaven aufklären. Die Zeichnungen zeigen eine verblüffende Ähnlichkeit.

An der A27 entdeckt

Im ersten Fall lockte ein Unbekannter, mutmaßlich ein Freier, die 22-jährige Vanessa Wardelmann in der Van-Heukelum-Straße in Bremerhaven am 24. September 1992 in einen dunkelblauen Kleinwagen. Die Prostituierte wurde zwei Tage später erdrosselt in der Nähe der Anschlussstelle Bremerhaven-Süd/Nesse an der A27 gefunden.

Tot in Waldstück

Sieben Monate später, am 9. Mai 1993, wurde die 26 Jahre alte Anja Witt, die ebenfalls auf dem Straßenstrich als Prostituierte arbeitete, tot in einem Waldstück an der B215 in der Nähe der A27 an der Ausfahrt Verden-Nord gefunden. Auch sie wurde erdrosselt. Beide Frauen waren befreundet.

Polizei hat DNA-Spuren gesichert

Polizeisprecherin Anke Rieken: "Die Fälle weisen außer DNA-Spuren erstaunliche Parallelen auf: Der Mörder suchte sich in beiden Fällen junge Frauen als Opfer aus, die auf dem Straßenstrich in Bremerhaven tätig waren, beide Frauen wurden erdrosselt, beide Fundorte der Leichen befinden sich im Bereich der A27 und beide Frauen wurden mit fünf Zentimeter breitem Leukoplast geknebelt.“

Hinweise an die Polizei

Wer Angaben zu den abgebildeten Männern machen kann, wird gebeten, sich unter 04721/573-200 an die Polizeiinspektion Cuxhaven zu wenden. Auch potenzielle Zeugen aus dem Umfeld der Familie, dem Freundeskreis, der Arbeit oder Nachbarschaft werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden, wenn sie zu den tatrelevanten Zeiten Veränderungen bei ihrem Verwandten, Freund, Kollegen, Nachbarn oder anderen bemerkt haben.

Bis zu 5000 Euro Belohnung

Rieken: „Es ist davon auszugehen, dass der Täter die Berichterstattung aufmerksam verfolgt hat.“ Für entscheidende Hinweise, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung der beziehungsweise des Täters führen, setzt die Polizei eine Belohnung bis 5000 Euro aus.

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