Moscow Circus on Ice

Farbenfrohe Kostüme, Choreografie und Akrobatik auf höchstem Niveau verspricht "Moscow Circus on Ice". Nicht alle Zuschauer sahen es ähnlich.

Foto: Schimanke

Bremerhaven

Moscow Circus on Ice spaltet in Bremerhaven die Gemüter

Von Ann-Kathrin Brocks
12. Januar 2016 // 17:19

Farbenfrohe Gewänder, klassische Zirkusakrobatik und Clownerie – und das alles auf Kufen: "Sensation“ heißt das Programm, mit dem der Moscow Circus on Ice am Montag in der Eisarena Bremerhaven gastierte. Statt echter Sensationen und Innovationen gab es allerdings ein Programm auf Standard-Niveau. Der erste Eiszirkus der Welt war schon in mehr als 50 Ländern zu Gast und hat seit 1964 mehr als 200 Millionen Besucher verzaubert. Doch der Funken der Begeisterung sprang bei den rund 750 Zuschauern in Bremerhaven anfangs nur gelegentlich über.

Jubelrufe für Seilchenspringer

Nach der Pause nahm das Programm dann Fahrt auf: Vier Artistinnen schleuderten Diabolos durch die Luft, beim Hula-Hoop ließ eine Künstlerin bis zu 20 Ringe um ihren Körper kreisen und Einrad, Hochrad und die Artisten, die zum Abschluss hockend, stehend, im Handstand oder mit Salti Seilchen sprangen, durften sich sogar über den ein oder anderen Jubelruf freuen. „Die Menschen zu verzaubern und zum Staunen zu bringen, ist der selbst gestellte Anspruch des „Moscow Circus on Ice“. Das alles gelang nicht immer: Die Wirkung einiger mittelmäßiger Nummern ließ sich auch durch die fröhlich-dröhnende Musik vom Band nicht steigern, eindrucksvolle Kostüme konnten nicht über teils wenig eindrucksvolle Tricks hinweg täuschen. Die Aufgabe der Clowns schien es zu sein, das Programm – ob nun mit Hüten, Luftballons oder Tänzchen in aufgeblasenen Kostümen – künstlich in die Länge zu ziehen.

Sicherheitsnetz beeiträchtigt die Sicht

Nach knapp zwei Stunden war alles vorbei: Die Artisten verließen zügig das schmale Bühnen-Rechteck, das Publikum blieb zurück – teils begeistert, teils irritiert, teils unangenehm überrascht. Denn viele Zuschauer auf den Rängen konnten das Geschehen auf dem Eis nur durch das Sicherheitsnetz verfolgen – und so verließ mancher Gast, obwohl zufrieden mit der Show, unzufrieden die Halle.

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