NABU: Zäune und Herdenschutzhunde sollen Wölfe fernhalten

Die beiden Herdenschutzhunde Debbie und Cooper haben eine wichtige Aufgabe: Sie sollen die Heidenschnucken-Schafherde von Holger Benning vor Wölfen schützen. Das ist zugleich eine Maßnahme, die der Naturschutzbund Niedersachsen Tierhaltern im Projekt „Herdenschutz“ empfiehlt.

Bremerhaven

NABU: Zäune und Herdenschutzhunde sollen Wölfe fernhalten

Von Sophie Stange
16. März 2018 // 17:15

Die Diskussionen um den Wolf kochen gerade bei Tierhaltern immer wieder hoch. Der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen möchte mit seinem Projekt „Herdenschutz“ zwischen beiden „Parteien“ vermitteln und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Mobile und feste Zäune

Die Möglichkeiten stellte der NABU mit Projektpartnern in Bockhorst bei Elsdorf vor. Dort wurden mobile, aber auch feste Zäune präsentiert, die mittels Stromschlag das Raubtier von der Herde fernhalten sollen.

Herdenschutzhunde bewachen Schafe

Holger Benning von der Schäferei Wümmeniederung und zugleich Vorsitzender des Vereins für arbeitende Herdenschutzhunde in Deutschland schützt seine Schafe zusätzlich mit Herdenschutzhunden. Schon mit zehn bis zwölf Wochen werden die Hunde (Rasse Kangal) an ihre Aufgabe herangeführt. „Der Kangal ist ein Rangler und kein Beißer. Wenn ein Wolf in die Nähe der Herde kommt, macht er auf sich durch ein aggressives Verhalten aufmerksam.“

Akzeptanz des Wolfes soll erhöht werden

Nicht nur Tierrisse sollen durch diese Maßnahmen verhindert werden, es soll gleichzeitig auch die Akzeptanz des Wolfes bei den Weidetierhaltern erhöhen. „Bei einem Erstbesuch besprechen wir die erforderlichen Maßnahmen. Die Ehrenamtlichen helfen dann beispielsweise dabei, die Zäune aufzubauen. So können Kosten für den Tierhalter minimiert werden“, sagt Projektleiter Peter Schütte vom NABU Niedersachsen.