Recherche im Internet

Allgemeinmedizinerin Dr. Birgit Lorenz bietet ihren Patienten Gespräche über Google-Ergebnisse an.

Foto:

Bremerhaven

Nach Dr. Google besser noch zum richtigen Arzt

Von Denise von der Ahé
12. Juli 2016 // 18:00

Schilddrüsenvergrößerung, Diabetes oder Hämorrhoiden - nach diesen Krankheiten suchen die Deutschen im Internet am häufigsten. Das geht aus einer Studie der Central Krankenversicherung hervor.  Im Land Bremen geben Patienten überdurchschnittlich oft psychosomatische Erkrankungen, Prostatavergrößerung oder übermäßiges Schwitzen in die Suchmaske ein. Aber ist Dr. Google ein guter Ratgeber? Jein, sagen Experten.

"Nach der Suche bei Google noch einen Arzt aufsuchen"

„Wenn man die Fallstricke von Google kennt und Internet-Seiten im Hinblick auf eine Zertifizierung prüft, kann Google im ersten Moment eine Informationsquelle sein“, sagt der Gesundheitswissenschaftler Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen. Wo jedoch ein ökonomisches Interesse dahinter stecke, führten Hinweise im Internet oft nicht in die richtige Richtung. Bei Google gebe es keine Kontrolle, sagt Glaeske. Daher sei zusätzlich ein persönliches Gespräch mit einem Arzt sinnvoll, der die Informationen aus dem Netz einordnen könne.

Patienten googeln alternative Therapien

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Birgit Lorenz hat beobachtet, dass ihre Patienten häufig googeln, ob sie mit ihren Symptomen überhaupt zum Arzt gehen sollen. Auch wiederkehrende Erkrankungen und alternative Therapiemöglichkeiten seien Themen, über die sich Patienten im Netz informierten. Als Ärztin nehme sie die Rechercheergebnisse von Patienten als Anregung.
„Ich weise aber darauf hin, dass nicht alles, was da Schwarz auf Weiß geschrieben steht, auch der Wahrheit entspricht“, sagt Lorenz.
Hier finden Sie eine interaktive Karte mit den am häufigsten im Internet gesuchten Krankheiten je Bundesland.

Immer informiert via Messenger
Wie feiert ihr in diesem Jahr Halloween?
228 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger