Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind am Mittwoch vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.

Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind am Mittwoch vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.

Foto: Woitas/dpa

Bremerhaven

Nach Schüssen in Halle: Jüdische Gemeinde in Bremerhaven erschüttert

Von Maria Sandig
10. Oktober 2019 // 13:00

Nach den tödlichen Schüssen vor einer Synagoge in Halle ist auch die jüdische Gemeinde in Bremerhaven verängstigt und erschüttert.

Vorkehrungen für die Sicherheit

„Ich bin nicht nur erschüttert, ich habe Angst um meine Leute“, sagt Mircea Ionescu, Vorsitzender der jüdischen Menorah-Gemeinde in Bremerhaven. Sicherheitsvorkehrungen treffe seine Gemeinde nicht erst seit diesem Vorfall. „Schon seit mehreren Jahren sind wir sehr vorsichtig.“

Mehr antisemitische Gewalttaten

Die Zahl der judenfeindlichen Straftaten hat bundesweit 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent zugenommen. Gewalttaten von Antisemiten stiegen zudem von 37 Fällen im Jahr 2017 auf 62 im vergangenen Jahr, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Berliner „Tagesspiegel“ vorliegt.
Was die jüdische Gemeinde in Bremerhaven fordert, lest ihr am Freitag in der NORDSEE-ZEITUNG.

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