2 Millionen Euro hat im vergangenen Jahr die Reparatur des Anlegers gekostet. Der Versicherer des Unfallverursachers hat bereits gezahlt. Der Einnahmeverlust, der durch den monatelangen Fährausfall entstanden ist, ist hingegen noch nicht beglichen worden.

2 Millionen Euro hat im vergangenen Jahr die Reparatur des Anlegers gekostet. Der Versicherer des Unfallverursachers hat bereits gezahlt. Der Einnahmeverlust, der durch den monatelangen Fährausfall entstanden ist, ist hingegen noch nicht beglichen worden.

Foto: Heilscher

Bremerhaven
Wesermarsch

Nach dem Erzfrachter-Unfall am Blexer Anleger: Wer zahlt die Kosten für den Fährausfall?

Von Timo Kühnemuth
21. September 2017 // 16:32

Knapp 15 Monate ist es her, dass der Erzfrachter „Weserstahl“ den Blexer Fähranleger gerammt hat. Der Fährbetrieb musste daraufhin für rund drei Monate ruhen. Doch der Einnahmeverlust, der dadurch entstand, ist bis heute nicht beglichen.

Bekommt die Fährgesellschaft nur einen Teil des Geldes zurück?

Auch die Kosten, die für den Fährersatzverkehr angefallen sind, hat die Weserfähren-Gesellschaft noch nicht zurück. Und es kann gut sein, dass sie auf einen Teil der Kosten sitzen bleibt. So wie es aussieht, läuft es auf einen Kompromiss hinaus, hieß es jetzt während einer Sitzung des Finanzausschusses der Stadt Nordenham.

Nordenham und Bremerhaven müssen aushelfen

Die Stadt Nordenham musste jetzt 168 208 Euro zahlen, um das Eigenkapital der Fährgesellschaft aufzufüllen. Die Stadt Bremerhaven, die ebenfalls Weserfähren-Gesellschafterin ist, zahlte sogar 501 942,60 Euro, um der Gesellschaft wieder auf die Beine zu helfen.

Das vergangene Jahr mit einem dicken Minus abgeschlossen

Die Zahlungen waren notwendig, weil die Fährgesellschaft das vergangene Jahr mit einem Fehlbetrag von 148 726,60 Euro abgeschlossen hatte. Dies ist wohl vor allem auf den Fährausfall in der Zeit vom 24. Juni bis 16. September 2016 zurückzuführen.

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen

Die Weserfähren-Gesellschaft fordert, dass der Unfallverursacher das Geld, das man jetzt vorschießen musste, zu 100 Prozent zurückzahlt. Doch ob das auch tatsächlich so kommt, ist offen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

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