So sieht die Mülldeponie Grauer Wall in Speckenbüttel von oben aus.

So sieht die Mülldeponie Grauer Wall in Speckenbüttel von oben aus.

Foto: Archiv-Luftfoto Scheer

Bremerhaven
Wirtschaft

Neue Kritik am Betrieb der Mülldeponie Grauer Wall

Von nord24
22. August 2016 // 14:00

Der Streit um den Betrieb der Mülldeponie Grauer Wall in Bremerhaven-Speckenbüttel nimmt kein Ende. Die Bürgerinitiative „Keine Erweiterung Grauer Wall“ (BIKEG) erneuert ihre Kritik an der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG), dem Betreiber der Mülldeponie.

Es geht um sogenannte Filterkuchen

Es geht um eine Äußerung des BEG-Geschäftsführers Stefan Ketteler in der NORDSEE-ZEITUNG. Ketteler hatte in Bezug auf die sogenannten Filterkuchen – also Pressschlamm aus der Abwasserbehandlung – Folgendes gesagt: „Bezüglich der Häufigkeit der Untersuchungen hat es in den letzten Jahren keine Veränderung gegeben.“

Verstoß gegen Deponieverordnung?

Die BIKEG teilt nun mit: Wenn stimme, was Ketteler sage, „hat die BEG in den vergangenen Jahren mit Duldung der Behörden gegen die Deponieverordnung verstoßen“, die mindestens vier Untersuchungen pro Jahr verlange. Unklar bleibe, warum die BEG dann 2015 bei der Umweltschutzbehörde eine Reduzierung der Untersuchungen auf einen Einmal-pro-Jahr-Turnus beantragt und im Januar 2016 auch erhalten habe.

Unterstützung von den Grünen

Unterdessen erhält die BIKEG Unterstützung von den Grünen. Deren Bremerhavener Kreisverband verlangt in einer Mitteilung „eine wirksame und häufige Kontrolle des Deponiebetriebes“ sowie die Einhaltung von Grenzwerten und die Unter-Tage-Entsorgung von Filterstäuben und Filterkuchen – „selbst wenn dieses betriebswirtschaftlich höhere Kosten bedingen sollte“.

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