Regieteam zu "Madame Pompadour"

Ausstatter Christian Robert Müller (von links), Kapellmeister Hartmut Brüsch und Regisseur Ansgar Weigner präsentieren einige von Müllers Kostümentwürfen. In der Mitte ein als Hahn verkleideter Karnevalist, außen zwei gepuderte Herren am Hof von Versailles: Der Unterschied ist gar nicht so groß.

Foto: Sebastian Loskant

Bremerhaven
Kultur

Operette "Madame Pompadour" hat Premiere

Von Sebastian Loskant
26. Januar 2016 // 12:15

Die frivole Operette "Madame Pompadour" von Leo Fall hat am Sonnabend, 30. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters Bremerhaven Premiere. Regie führt  Ansgar Weigner. Er hat in Bremerhaven bereits mit Erfolg die Operetten "Gräfin Mariza" und "Der Vetter aus Dingsda" inszeniert.

Erotische Anspielungen

"Es gibt keine andere Operette mit so vielen erotischen Anspielungen“, sagt Weigner. Doch er möchte Weigner nicht nur eine mannstolle Sexbombe auf die Bühne bringen. Vielmehr soll auch die historische Madame Pompadour (1721–1764) durchschimmern.

Die ganze Brust voll Hirn

Die Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. war nämlich nicht nur bildhübsch, sondern auch hochgebildet. Sie lenkte die Staatsgeschäfte etwa im Siebenjährigen Krieg gegen Friedrich den Großen. Und sie sagte so emanzipierte Sätze wie „Viele Frauen haben die ganze Brust voll Hirn“ – das hat Weigner gern in den Sprechtext eingearbeitet.

Eifersüchtiger König

„Ironie durchzieht die ganze Operette“, stellt Weigner fest. Doch die Titelheldin behält die Fäden stets in der Hand. Sie lotst nicht nur potenzielle Liebhaber in ihre Gemächer, sondern trickst auch ihren eifersüchtigen Gemahl und den intriganten Polizeiminister Maurepas aus.

Menschen mit Tierköpfen

„Diese Leichtigkeit möchten wir aufnehmen“, springt Christian Robert Müller dem Regisseur bei. Der neue Bühnenbildner des Stadttheaters stellt einige einer Kostümentwürfe für die Künstlerkneipe „Musenstall“ im 1. Akt und das Schloss von Versailles im 2. Akt vor. „Beim Karnevalstreiben des Beginns stehen lauter Menschen mit Tierköpfen auf der Bühne. „Der Hof ist dann wie eine große Spieluhr – gepuderte Rokoko-Atmosphäre.“

Katja Bördner als Titelheldin

Für Ironie sorgt nicht zuletzt die Musik, die Kapellmeister Hartmut Brüsch dirigiert. Katja Bördner ist die lebensfrohe Titelheldin, Oliver Weidinger ihr König, Gastschauspieler Peter Wagner übernimmt den Polizeiminister, und Spieltenor Thomas Burger darf sich über die vielseitige Rolle des Calicot freuen.

Am selben Tag Geburtstag

„Ein gutes Team“, findet auch Weigner. Und verrät eine kuriose Pointe: „Christian Robert Müller und ich sind wie die Pompadour am 29. Dezember geboren – und beide gerade 40 geworden.“ (los)

Umfrage In Niedersachsen gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr.

War es richtig, die generelle Quarantänepflicht aufzuheben?

7516 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram