Jacek Olender ist wieder zurück in Bremerhaven.

Jacek Olender ist wieder zurück in Bremerhaven.

Foto: Berlinke

Bremerhaven

REV-Legende Jacek Olender geht in der Nachwuchsarbeit voll auf

Von Matthias Berlinke
18. Januar 2017 // 06:54

Im alten Eisstadion am Wilhelm-Kaisen-Platz, liebevoll Fischdose genannt, hat er in den 1990er Jahren heiße Schlachten geschlagen. Er war ein begnadeter Techniker mit einem Instinkt fürs Toreschießen. Jetzt ist er wieder zurück: Jacek Olender.

Jacek Olender hat sich äußerlich kaum verändert

Der Deutsch-Pole kümmert sich seit dem vergangenen Sommer als hauptamtlicher Coach um die Nachwuchsarbeit im REV Bremerhaven. Mittlerweile ist Olender 51 Jahre alt. Aber waschechte REV-Fans haben das Gesicht des ehemaligen Publikumslieblings nicht vergessen. Olender hat sich zudem äußerlich kaum verändert.

Olender hat 168 Tore für den REV Bremerhaven erzielt

233 Spiele hat Olender damals für den REV gemacht. Zwischen 1992 und 1997 erzielte er 168 Tore - ein stolze Marke. Der Stürmer hatte ein geniales Händchen. Olender flitzte im Sauseschritt übers Eis. Keiner lief besser. "Die Zeit beim REV war schön. Jetzt bin ich wieder zurück", sagt Olender.

Qualitäten des Trainers sind auch in Italien gefragt

Nach seiner aktiven Karriere hat sich der Deutsch-Pole als Nachwuchstrainer einen Namen gemacht. Über Deggendorf und Schwenningen ging es nach Italien zum HC Pustertal. Olender legt viel Wert auf ein strategisches, konzeptionelles Training. Damit hat er sich einen Namen gemacht. In Bremerhaven ist man froh, den Routinier verpflichtet haben zu können. "Ich hatte gute Angebote, hätte zum Beispiel in Rosenheim als hauptamtlicher Coach anfangen können", sagt Olender. "Aber ich wollte zurück in den Norden. In Bremerhaven lebt meine Tochter."

Das Arbeiten mit Kindern macht dem Deutsch-Polen großen Spaß

Olender liebt es, mit Kindern zu arbeiten. Er will die Mädchen und Jungen besser machen, von Tag zu Tag, von Einheit zu Einheit. "Es gibt nichts Schöneres als zu sehen, wie sich die Kinder auf dem Eis entwickeln", sagt der Ex-Profi. "Mir war damals als Spieler schon klar: Später möchte ich mit Kindern arbeiten, nicht als Trainer im Senioren- oder Profibereich."

Der Traum von Bremerhavener Eigengewächsen in der DEL

Der 51-Jährige ist ein harter Arbeiter. Mindestens vier Stunden am Trag steht er mit dem Nachwuchs auf dem Eis. Er ist Ansprechpartner für alle Teams, lebt für seinen Job. Sein Traum: Spieler aus der REV-Talentschmiede an den DEL-Kader der Pinguins heranführen. Olender muss sich hier auf einen langen und steinigen Weg einstellen. In Bremerhaven fehlt eine zweite Eisfläche. Die ist aber erforderlich, will man junge Spieler durch kontinuierliche Arbeit auf ein höheres Niveau bringen. Aber Olender sieht noch ein anderes Problemfeld: "Viele Kinder sitzen viel zu oft vor dem Handy oder dem Computer. Diese Zeit fehlt für die Eishockey-Ausbildung."

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