Mit der einen Hand am Telefon, mit der anderen an der Tür: Christine S. aus Langen wurde von einem angeblichen Bankmitarbeiter solange telefonisch „bequatscht“, dass sie einer angeblichen Polizistin noch während des Telefonats die Tür öffnete - die sich dreist in die Wohnung gedrängt und die alte Dame bestohlen hat.

Mit der einen Hand am Telefon, mit der anderen an der Tür: Christine S. aus Langen wurde von einem angeblichen Bankmitarbeiter solange telefonisch „bequatscht“, dass sie einer angeblichen Polizistin noch während des Telefonats die Tür öffnete - die sich dreist in die Wohnung gedrängt und die alte Dame bestohlen hat.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Rentnerin wird Opfer von Telefonbetrug - so schützt man sich

2. Februar 2021 // 15:45

Um 16 Goldmünzen im Wert von rund 23.000 Euro hat eine Trickbetrügerin am Sonnabend eine Langener Seniorin bestohlen und sich aus dem Staub gemacht.

Angebliche Polizistin klaut 16 Goldmünzen

Die angebliche Polizistin entpuppt sich als dreiste Diebin: Die Rentnerin ist Opfer einer neuen Masche von Telefonbetrug geworden.

Anrufer wirkt seriös und glaubwürdig

Die 77-Jährige hatte zuvor einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter ihres Geldinstituts erhalten. Der Anrufer habe gepflegtes Deutsch gesprochen und sehr seriös gewirkt. Die Frage, ob sie hohe Summen nach Australien überwiesen habe, hat die Seniorin in Panik versetzt. „Darum bin ich nicht misstrauisch geworden“, sagt die Langenerin gegenüber nord24.

Betrüger am Telefon und Komplizin an der Tür

Nun will sie andere ältere Menschen davor warnen, auch auf die Masche reinzufallen und um Vermögen gebracht zu werden. „Während des langen Telefongesprächs fragte der Mann auch nach meinen Goldmünzen. Und dass eine Polizistin gleich vorbeikomme, um die Echtheit der Münzen zu prüfen. In der Bank sei nämlich eine Mitarbeiterin wegen Betrugs festegenommen worden. Man suche jetzt nach möglichen Geschädigten.“ Noch während des Gesprächs klingelte die Komplizin an der Tür.

Wie man sich schützen kann

  • Sobald eine Frage sich um Geld und Wertsachen dreht: Auflegen. Das ist nicht unhöflich, sondern Schutz.
  • Anrufe mit einer im Display sichtbaren 110 sind immer falsch: Die Polizei ruft niemals mit der 110 bei jemandem an.
  • Die Polizei fordert auch niemals Geld oder Wertsachen. Daher: Keinen reinlassen, sondern sich die Dienststellennummer geben lassen und dort anrufen.
  • Echte Geldinstitute fragen nie telefonisch nach Konten, Transfer von Geld oder Münzenbesitz.
  • Falls angeblich ein Enkel mit Geld-Bitte anruft: Sofort sagen, ich rufe dich zurück. Und von einem anderen Apparat aus beim echten Enkel anrufen und nachfragen.
  • In jedem Fall: Nach eigenartigen Anrufen die Polizei verständigen.

Für Rückfragen ist die Kriminalprävention Cuxhaven erreichbar unter: 04721/5730 und per mail: praevention@pi-cuxhaven.polizei.niedersachsen.de.

In Bremerhaven: Ortspolizeibehörde, Tel: 0471/9531123, mail an: p.koellner@polizei.bremerhaven.de.

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