Das ehemalige Fischereischutzboot "Meerkatze" soll als "Aquarius" Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken retten.

Das ehemalige Fischereischutzboot "Meerkatze" soll als "Aquarius" Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken retten.

Foto: Privat

Bremerhaven

Rettungsschiff für Flüchtlinge kommt nach Bremerhaven

Von Ursel Kikker
31. Januar 2016 // 20:24

„Man kann die Menschen nicht einfach ertrinken lassen.“ Das sagt der Kapitän Klaus Vogel, der den Verein „SOS Méditerranée“ gegründet hat. Der schickt nun ein Schiff ins Mittelmeer, um Flüchtlinge zu retten.

Verabschiedung in Bremerhaven

Die „Aquarius“ macht am Donnerstag, 4. Februar, in Bremerhaven fest. Beim „Open Ship“ können die Besucher Vogel, seine Mitstreiter und ihre Mission kennenlernen.

Ziel ist Lampedusa

Das Schiff wird als erstes Lampedusa ansteuern. Es soll vor den Küsten von Libyen und Italien kreuzen. „Die tödlichste Fluchtroute der Welt“, wie Vogel sagt.

Bis zu 500 Flüchtlinge können unter Deck

Bis zu 500 Menschen können unter Deck aufgenommen werden. Die Partnerorganisation „Ärzte der Welt“ kann im Bauch des 77 Meter langen Schiffes in einer Krankenstation Verletzte versorgen.

Partner in Frankreich und Italien

Koordiniert werden die Rettungseinsätze vom Maritime Rescue Coordination Center (MRCC) in Rom. Es wird auch bestimmen, wohin die „Aquarius“ die geretteten Frauen, Männer und Kinder bringen soll.

Aufbau einer zivilen Seenotrettung

Das Geld reicht erst mal für drei Monate. Der Verein hofft auf weitere Spenden, um die Rettungsmission verlängern zu können. Vogels Vision ist, aus „SOS Méditerranée“ langfristig eine europäische zivile Seenotrettung im gesamten Mittelmeer zu machen. Vorbild sind die  deutschen Seenotretter, die sich ebenfalls aus Spenden finanzieren.

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