Lehrer wandern nach Niedersachsen ab

Es wird immer schwieriger, genügend Lehrer für Bremerhaven zu gewinnen.

Foto: Stratenschulte/dpa

Bremerhaven

Schlechtere Bezahlung: Viele Lehrer wollen weg aus Bremerhaven

Von Denise von der Ahé
4. Juli 2016 // 20:00

Der Konkurrenkampf um neue Lehrer wird immer härter: Der Markt ist leer gefegt. Und weil in Niedersachsen mehr Gehalt lockt, fällen Pädagogen die Entscheidung oft für die Klassenzimmer im Nachbarland. 

2500 Euro mehr im Jahr

Aus Schulkreisen heißt es, dass immer mehr Lehrer nach Niedersachsen abwandern, weil sie dort beispielsweise pro Jahr im Schnitt 2500 Euro brutto mehr verdienen. „Dass Niedersachsen in den nächsten beiden Jahren 2160 neue Lehrer einstellen will, macht die Situation für Bremerhaven nochmal schwieriger“, sagt Bernd Winkelmann von der Bildungsgewerkschaft GEW.

Zehn Prozent stellen Antrag auf Versetzung

Besorgniserregend findet er, dass zehn Prozent der mehr als 1100 Bremerhavener Lehrer einen Antrag stellen, zumindest theoretisch in einem anderen Bundesland arbeiten zu dürfen.

Suche nach Lehrern in Süddeutschland

Die Suche nach Lehrern für die Bremerhavener Schulen läuft auf Hochtouren. Noch ist unklar, wie viele ab dem kommenden Schuljahr benötigte Lehrer das Schulamt schon zusammenhat.  Das Schulamt hat jetzt nochmal Stellen in der „Süddeutschen Zeitung“ ausgeschrieben. Denn in den süddeutschen Bundesländern würden noch mehr Lehrer ausgebildet als es freie Stellen gebe, sagt Goldmann. Doch um diese Lehrer dürfte sich dann auch der Rest der Republik reißen.

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