Die Tabak-Schockbilder sind nun auch in Deutschland verpflichtend. Die Mehrheit der Deutschen bezweifelt aber die Wirkung der Schockfotos.

Die Tabak-Schockbilder sind nun auch in Deutschland verpflichtend. Die Mehrheit der Deutschen bezweifelt aber die Wirkung der Schockfotos.

Foto: Güttler

Bremerhaven

Schockbilder: So sollen die Raucher abgeschreckt werden

Von nord24
20. Mai 2016 // 16:30

Seit heute müssen Hersteller Schockbilder wie verfaulte Füße oder schwarze Raucherlungen auf Zigarettenpackungen drucken. Die in anderen Ländern bereits üblichen Fotos sollen vor allem junge Menschen vom Rauchen abhalten. Allerdings glaubt nach dem aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" nur jeder fünfte Deutsche, dass Warnbilder abschreckend wirken werden.

Mehrheit glaubt nicht an Abschreckungseffekt

76 Prozent sind der Meinung, dass die Bilder nicht dazu führen werden, dass weniger geraucht wird.  Die Bilder müssen zusammen mit Warnungen wie "Rauchen ist tödlich" mindestens zwei Drittel der Vorder- und Rückseite der Packungen einnehmen.

Deutschland setzt EU-Tabakrichtlinie um

Bisher sind solche Hinweise kleiner. Mit den schärferen Regeln setzt Deutschland die EU-Tabakrichtlinie um, die bereits im Mai 2014 in Kraft trat.

Alte Verpackungen dürfen noch verkauft werden

Verpackungen, die bis Freitag nach alten Regeln produziert wurden, dürfen ein Jahr lang weiter verkauft werden. Die Tabakindustrie hatte deshalb vor der Verschärfung noch einmal so viel wie möglich produziert. Für Zigarren- und Cigarillo-Schachteln gelten die neuen Regeln nicht. (dpa)

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