Im ersten Quartal dieses Jahres sind bereits 331 Bürgerkriegsflüchtlinge in Bremerhaven angekommen. Die Stadt rechnet mit 1600 weiteren.

Im ersten Quartal dieses Jahres sind bereits 331 Bürgerkriegsflüchtlinge in Bremerhaven angekommen. Die Stadt rechnet mit 1600 weiteren.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Seit Januar sind 331 neue Flüchtlinge in Bremerhaven

Von Susanne Schwan
14. April 2016 // 21:00

Es klingt nach entspannter Lage: Es kommen viel weniger Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten nach Deutschland. Auch in Bremerhaven sind nur noch etwa 20 pro Woche. Ende 2015 waren es noch bis zu 160 wöchentlich. Dennoch sucht die Stadt dringend nach Wohnraum. Denn Sozialstadtrat Klaus Rosche rechnet mit wieder steigenden Zahlen ab Sommer. Außerdem wird ein zusätzliches Übergangsheim gebraucht - als "Puffer".

100 Wohnungen reichen nicht aus

Die Stadt hat bisher gut 100 "normale" Wohnungen angemietet. Das reicht aber nicht aus.  Darum verhandelt die Stadt nicht nur mit privaten Vermietern, sondern auch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die verwaltet einstige militärische Gebäude. In Bremerhaven ist die einstige Bundeswehr-Verwaltung an der Wiener Straße zum Teil schon für Asylbewerber umgebaut worden. Es stehen noch Gebäudeteile leer. Jetzt hofft der Stadtrat, dort noch mehr Räume mieten zu können.

Markthalle ist jetzt Notunterkunft

Bis Monatsende soll auch die bisher erste und einzige Notunterkunft bezugsfertig sein. Weil in Bremerhaven die Flüchtlinge nicht wie in anderen Städten in Turnhallen und Containern hausen sollen, ist eine alte Gewerbehalle umgebaut worden. "Das ist unser Puffer", sagt der Stadtrat. Außerdem sucht er noch ein weiteres, fünftes Übergangsheim. Das ist eine Gemeinschaftsunterkunft.

Stadt rechnet mit 17 Millionen Euro Mehrbedarf

Es gibt bereits vier, diese Gemeinschaftsunterkünfte sind aber voll belegt. Hier wohnen Asylbewerber so lange, bis klar ist, ob sie bleiben können. Bekommen sie einen Anerkennungstitel für drei Jahre, ziehen sie um in normale Wohnungen. Aber privater Wohnraum zu ortsüblichen Mieten ist knapp. "Wir haben aus Not schon teurere Quartiere gemietet", sagt Rosche. Aber dafür hat die Stadt nicht genug Geld. Rosche rechnet für 2016 mit einem Mehrbedarf von 17 Millionen Euro.

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