TV-Ärzte im Realitätscheck

Oberärztin Katrin Klein hat für uns die Serie "Die jungen Ärzte" angeschaut.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Serie "Die jungen Ärzte" im Realitätscheck

Von Denise von der Ahé
25. Juli 2016 // 10:00

Wenn Dr. Niklas Ahrend und sein Team in der ARD-Krankenhausserie „Die jungen Ärzte“ auf dem Bildschirm heikle medizinische Fälle lösen, fiebern wir mit. Doch läuft das im realen Krankenhausalltag alles genauso ab? Wir haben eine echte Oberärztin gefragt: Die Internistin Katrin Klein (33) arbeitet im Ameos-Klinikum am Bürgerpark und hat sich für uns die Serie angeschaut.

Weniger Zeit als "Die jungen Ärzte"

"So viel Zeit hat kein Arzt der Welt", sagt Klein. "Das ist eine Idealvorstellung." In der ARD-Vorabendserie nehmen sich die Ärzte sehr viel Zeit für ihre Patienten und kümmern sich auch intensiv um deren private Sorgen. "Wenn man nicht am Patienten zu tun hat, ist man mit Arztbriefen beschäftigt", sagt Klein.

"Medizinische Szenen richtig, aber unrealistisch"

Die medizinischen Szenen seien im Großen und Ganzen ganz richtig. "Allerdings picken sich die Serienärzte schon Fälle raus, die zwar vorkommen können, aber in der Kombination sehr unrealistisch sind", sagt Klein. Dass ein Patient beispielsweise nach einem kleinen Sturz direkt eine Nierenruptur habe, könne mit ganz viel Pech passieren, sei aber schon sehr selten.

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