Er riecht süßlich verlockend, birgt aber große Gefahr: Der Rauch von Shishas enthält mehr Kohlenmonoxid als Zigaretten, auch beim Verbrennen der Kohle wird das giftige Gas frei gesetzt. In einer Shisha-Bar in Bremerhaven sind am Sonnabend 14 Menschen verletzt worden.

Er riecht süßlich verlockend, birgt aber große Gefahr: Der Rauch von Shishas enthält mehr Kohlenmonoxid als Zigaretten, auch beim Verbrennen der Kohle wird das giftige Gas frei gesetzt. In einer Shisha-Bar in Bremerhaven sind am Sonnabend 14 Menschen verletzt worden.

Foto: dpa

Bremerhaven

Shisha-Bars werden in Bremerhaven kaum kontrolliert

Von Laura Bohlmann-Drammeh
8. Januar 2018 // 18:00

14 Verletzte hatte ein Kohlenmonoxid-Unfall in einer Bremerhavener Shisha-Bar am Sonnabend gefordert. Inzwischen ist klar: Die Belüftungsanlage hatte wohl Mängel, die Bar wird dicht gemacht. 

Shisha-Bar auf unbestimmte Zeit geschlossen

Am Montag hat sich das Bauordnungsamt gemeinsam mit dem Schornsteinfeger die Shisha-Bar angeschaut, erklärt Volker Heigenmooser, Sprecher des Magistrats. Schon die erste Inaugenscheinnahme habe Mängel etwa bei der Belüftungsanlage aufgezeigt, deshalb habe das Bauordnungsamt die Nutzung erstmal auf unbestimmte Zeit untersagt.

Kleine Bars sind nicht dazu verpflichtet, eine Lüftungsanlage einzubauen

Wer im Land Bremen eine Shisha-Bar betreiben möchte, könne das ohne viele Auflagen machen. „Es gibt eine Vereinbarung der Länderbehörden von 2016, die eine Handlungsempfehlung für Barbetreiber enthält“, sagt Heigenmooser. Wer eine Shisha-Bar mit weniger als 40 Plätzen anbietet, sei aber per Gesetz nicht verpflichtet, eine Lüftungsanlage einzubauen.

Bargröße wird nicht kontrolliert

„Erst wenn in der Bar mehr als 40 Sitzplätze vorhanden sind, muss der Betreiber ein Zertifikat eines verifizierten Lüftungstechnikers vorlegen, das ihm eine korrekte Anlage bescheinigt“, so Heigenmooser. Die Shisha-Bar in der Hafenstraße war 500 Quadratmeter groß. Wie viele Plätze und welche Lüftungsanlage eine Bar hat, kontrolliert das Bauordnungsamt nicht von alleine. „Dafür gibt es keine gesetzliche Grundlage, der Betreiber ist in der Pflicht“, so Heigenmooser.

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