Sorge um Jobs in Offshore-Industrie

Die Handelskammer sorgt sich um die Jobs in der Offshore-Windindustrie.

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Bremerhaven

Sorge um Jobs in der Offshore-Industrie

Von Denise von der Ahé
15. Juli 2016 // 17:00

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist aus der Sicht von Handelskammer-Präses Harald Emigholz „eine ziemliche Hypothek“ für die Offshore-Industrie in Bremerhaven. „Die gedeckelten Ausbauziele lassen uns befürchten, dass die mittelständische Zulieferbranche negativ beeinträchtigt werden könnte“, sagte Emigholz am Freitag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Kammer für 2015.

"Offshore-Industrie könnte Investitionen reduzieren"

Was dies konkret für Arbeitsplätze bedeuten werde, lasse sich heute nicht sagen. „Es kann jedoch sein, dass die Unternehmen den Schluss ziehen, gewisse Investitionen nicht zu machen“, sagte Emigholz. Der Offshore-Terminal bleibe „ein wichtiger Baustein für die notwendige wirtschaftliche Entwicklung Bremerhavens“. Die rot-grüne Landesregierung müsse daher dringend Ernst machen mit ihrem Willen, Bremerhaven und Bremen als wachsende Städte zu begreifen.

"Lloyd-Werft muss Reparaturaufträge gewinnen"

Zum Schiffbau sagte Emigholz, die Lloyd-Werft müsse sich nun darauf konzentrieren, Aufträge in ihrem Kerngeschäft, also dem Umbau und der Reparatur von Schiffen, zu akquirieren. Möglicherweise sei die Erwartungshaltung an Neubauten großer Passagierschiffe nach der Übernahme durch den Genting-Konzern zu groß gewesen. Daher habe man die Auftragsbücher in Sachen Reparatur ein wenig leer laufen lassen. „Ich rechne aber fest damit, dass die Lloyd-Werft beim Umbau und der Reparatur von Schiffen bleiben wird“, betonte Emigholz.

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