Bremerhavens Sozialdezernent Klaus Rosche (SPD) stellte sich gemeinsam mit  Götz von Einem und Friedrich-Wilhelm Gruhl vom Jobcenter (von rechts) den Fragen der Stadtverordneten zum Thema Sozialbetrug.

Bremerhavens Sozialdezernent Klaus Rosche (SPD) stellte sich gemeinsam mit Götz von Einem und Friedrich-Wilhelm Gruhl vom Jobcenter (von rechts) den Fragen der Stadtverordneten zum Thema Sozialbetrug.

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Bremerhaven

Sozialbetrug: Sozialdezernent poltert gegen Grüne

Von nord24
31. Mai 2016 // 17:08

Eigentlich ging alles gesittet zu bei der Sondersitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Migranten in Bremerhaven. Doch dann platzte dem Sozialdezernenten der Seestadt, Klaus Rosche (SPD) der Kragen. Die Linke sprach später von einem "Eklat". Das war geschehen: Mitglieder verschiedener Oppositionsparteien der Stadtverordnetenversammlung löcherten Rosche und den Geschäftsführer des Jobcenters Bremerhaven, Friedrich-Wilhelm Gruhl, wie es überhaupt zu dem offenbar organisierten Sozialbetrug in Bremerhaven kommen konnte, bei dem mehrere "Vereine" im Verdacht stehen, EU-Einreisende abgekocht und Sozialbeiträge eingesackt zu haben.

"Haben Sie denn keine Erziehung genossen?"

Nachdem Sülmez Dogan (Bündnis 90/Die Grünen) mehrfach Rosche ins Wort gefallen war, geriet dieser kurzfristig in Wallung und fauchte Dogan an: „Seien Sie doch mal ruhig, verdammt noch mal. Haben Sie denn gar keine Erziehung genossen?“ Wenig später aber war der Ärger verflogen. Und es ging weiter mit bohrenden Fragen.

Die Stadtverordnete Petra Brand (DIE LINKE), die nicht dem Ausschuss angehört und  nach einem Mehrheitsvotum von SPD und CDU auch kein Rederecht erhielt, weil ein weiteres Mitglied der Linken dem Ausschuss angehört. wertete Rosches Vorgehen als "Eklat". Das aber sahen bei weitem nicht alle Teilnehmer so.

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