Um die großen Sternschnuppen aufs Dach zu bekommen, hat sich Mark Wojtkowiak (links) Unterstützung von seinem Bruder Torsten Grimmer geholt. Mit einem Seil hat er die Dekoration übers Dachbodenfenster hochgehievt. Den Rest baut der 41-Jährige alleine auf. Foto Scheschonka

Um die großen Sternschnuppen aufs Dach zu bekommen, hat sich Mark Wojtkowiak (links) Unterstützung von seinem Bruder Torsten Grimmer geholt. Mit einem Seil hat er die Dekoration übers Dachbodenfenster hochgehievt. Den Rest baut der 41-Jährige alleine auf. Foto Scheschonka

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Bremerhaven

Stecker rein für 25 000 Weihnachtslichter in Speckenbüttel

Von nord24
25. November 2015 // 13:30

Im Keller von Mark Wojtkowiak ist an jedem Tag im Jahr Weihnachten. Hier lagert der 41-Jährige den Großteil seines kleinen Heiligtums aus LEDs, Dekofiguren und Kabeln. Bis Sonntag will er damit sein Haus in ein weiß-blaues Lichtermeer verwandeln. Dann wird der Schalter umgelegt. „Wenn man das erste Mal den Stecker reinsteckt und alles leuchtet – das ist das Geilste“, sagt Mark Wojtkowiak. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Der 41-jährige Hafenarbeiter hat sich für Dekoration seines Hauses extra eine Woche Urlaub genommen. Und das ist nicht untertrieben. „Ich stelle mir jeden Morgen den Wecker und mache dann alles ganz in Ruhe.“ Dekorieren, das ist bei Mark Wojtkowiak keine Nachmittagsbeschäftigung am Wochenende, es ist ein Mammutprojekt. Gerade hat er die Regenrinnen mit einer Lichterkette umwickelt – die nervige Fummelarbeit macht er gleich zu Beginn. Das Grobe kommt später.

Über 40 Stecker braucht es für den Lichterzauber

Über 30 000 Lichter lagern im Keller, auf dem Dachboden und in der Garage des Familienvaters. Dazu kommen vier Kisten mit Kabeln und zahlreiche Weihnachtsfiguren. 40 bis 50 Stecker wird Mark Wojtkowiak bis Ende der Woche angeschlossen haben. Ein Elektriker hat eigens dafür gesicherte Außenleitungen mit einer Zeitschaltuhr verlegt. Angefangen hat wohl alles vor knapp zehn Jahren mit einem roten Leuchtschlauch. „Dann wurde es jedes Jahr mehr“, sagt Wojtkowiak. Etwa 500 Euro gibt er pro Jahr für den Schmuck aus, schätzt er.

So viel Strom wie ein Single-Haushalt in einem Jahr verbraucht

Rund 2500 Kilowattstunden – so viel wie ein Singlehaushalt in einem Jahr an Strom verbraucht – würden allein für die Weihnachtsbeleuchtung anfallen, die bis zum 6. Januar täglich für fünf Stunden eingeschaltet wird. Doch das ist es Mark Wojtkowiak wert. „Ich staune jedes Mal selbst, wenn ich vor dem Haus stehe.“ Und auch andere staunen. „Viele Leute halten an und stehen vor der Tür“, sagt der 41-Jährige. „Es waren auch schon ganze Busse mit Bewohnern von Altersheimen hier.“ Mark Wojtkowiak nutzt das Interesse an seinem Haus und sammelt spenden. „Im letzten Jahr sind 470 Euro für das Tierheim zusammengekommen.“ In diesem Jahr soll für die Tafel gesammelt werden.

Mega-Sternschnuppen kommen per Seilzug aufs Dach

Warum Mark Wojtkowiak sein Haus so gerne schmückt, kann er selbst gar nicht so ganz genau sagen. „Ich bin in einer Großfamilie ausgewachsen und hatte immer ein schönes Weihnachtsfest“, sagt er. Zudem habe er sich so einiges bei den in Bremerhaven stationierten Amerikanern abgeguckt, die auch schon immer prächtigen Schmuck zur Adventszeit hatten. Rund 25 000 Lämpchen sollen in diesem Jahr an dem Haus erstrahlen. Gerade hat Mark Wojtkowiak gemeinsam mit seinem Bruder Torsten Grimmer die überdimensionalen Sternschnuppen mit einem Seil aufs Dach gehievt. Den Rest schafft er alleine. „Ich mach mein Ding.“ Am Sonntag wird der Schalter umgelegt.

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