Noch ist Tief "Axel" nicht durch.  Es wird noch in den kommenden Stunden das Wetter an der Nord- und Ostsee bestimmen.

Noch ist Tief "Axel" nicht durch. Es wird noch in den kommenden Stunden das Wetter an der Nord- und Ostsee bestimmen.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Bremerhaven
Cuxland

Sturmtief "Axel": Noch keine Entwarnung für die Küste

Von Lili Maffiotte
4. Januar 2017 // 07:43

Starke Sturmböen, Regen- und Schneeschauer: Tief "Axel" ist in der Nacht zu Mittwoch über Deutschland hinweggefegt. In den Mittelgebirgen und im Bayerischen Wald schneite es zum Teil heftig. In Bremerhaven und im Cuxland blieb es weitestgehend ruhig. Die Feuerwehr vermeldete für die Nacht nicht einen Einsatz wegen des Wetters. 

Ruhige Nacht für die Einsatzkräfte

Auch der Landkreis Cuxhaven blieb verschont. Die Freiwillige Feuerwehr räumte in der Nacht einen großen Ast von der Straße in Bexhövede. Der Störungsmelder der Weserfähre vermeldete zwar einen zweistündigen Ausfall, das Problem war allerdings um kurz vor sieben wieder behoben.

Fähre nach Helgoland fällt aus

Wie die Reederei Cassen Eils via Twitter mitteilt, fällt die Fährverbindung von Cuxhaven nach Helgoland wegen des Wetters heute aus. https://twitter.com/RCassenEils/status/816265469653090305

Schneeverwehungen durch den Wind

Durch den starken Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern gebe es mancherorts gefährliche Schneeverwehungen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Auf dem Brocken im Harz und in weiteren Höhenlagen habe es auch orkanartige Böen gegeben. Im Straßen- und Bahnverkehr blieb es aber zunächst weitgehend ruhig.

Sturmflut am Morgen

An der deutschen Nordseeküste warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt (BSH) vor einer Sturmflut in den frühen Morgenstunden. Das Morgen-Hochwasser werde etwa 1,50 Meter höher das mittlere Hochwasser ausfallen. Im Weser- und Elbgebiet sogar bis zu zwei Meter.

Höchste Sturmflut an der Ostsee erwartet

Und es geht unruhig weiter: Tief "Axel" soll zunächst mit orkanartigen Böen um 110 Stundenkilometer über Norddeutschland ziehen. Auf die deutsche Ostseeküste könnte am Mittwoch und in der Nacht zu Donnerstag die schwerste Sturmflut seit mehr als zehn Jahren zurollen. Eine schwere Sturmflut mit Werten über 1,50 Meter über dem normalen Wasserstand ist nach Angaben des BSH auch dort nicht auszuschließen. Ursache ist nicht nur Tief "Axel" - auch führt die Ostsee zurzeit besonders viel Wasser, weil der Westwind in den vergangenen Tagen viel Nordseewasser in das Nachbarmeer gedrückt hat. Sturmfluten (Wiederholung) (03.01.2017)

Behinderungen im Straßenverkehr

Im Gebirge wird durch die arktische Luft vom Nordmeer Schnee erwartet. In Nordwestlagen der Mittelgebirge könnte es bis zu 30 Zentimeter Neuschnee geben, sonst zwischen 10 und 20 Zentimeter. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes rechnen dadurch auch mit Behinderungen im Straßenverkehr, selbst wenn die Schneefallgrenze am Mittwoch bei 400 Metern liegen soll. Der starke Wind in den Höhenlagen dürfte nämlich auch weiterhin für Schneeverwehungen sorgen, die Auswirkungen auf die Straßenverhältnisse haben können. Die Bahn meldete im morgendlichen Berufsverkehr durch das Sturmtief Störungen. Betroffen war nach Angaben eines Bahn-Sprechers die Strecke von Bremen nach Hannover. Zwischen Eystrup und Nienburg/Weser wurde der Nahverkehr demnach wegen umgestürzter Bäume durch Busse ersetzt. Der Fernverkehr wurde weiträumig über Hamburg oder Rheine umgeleitet.

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