Der chinesische Taschentuchbaum blüht zurzeit auch auf dem Friedhof Spadener Höhe und in Thieles Garten.

Der chinesische Taschentuchbaum blüht zurzeit auch auf dem Friedhof Spadener Höhe und in Thieles Garten.

Foto: Schwan

Bremerhaven

Taschentuchbaum blüht zu Pfingsten

Von Susanne Schwan
15. Mai 2016 // 13:00

Wie kommen denn die ganzen Taschentücher in den Baum? Etwa ein Pfingstwunder? Nein, weder Wunder noch Taschentücher. Es sind weiße Blüten, die derzeit in Bremerhavener Parks und Friedhöfen von ferne zu winken scheinen. 

1868 in China entdeckt

Tatsächlich heißt das zarte schlanke Gewächs "Taschentuchbaum". Die botanisch Gattung heißt allerdings Davidia. Sie ist benannt nach dem Franzosen Armand David. Er entdeckte Davidia involucrata 1868 in China und brachte einen Ableger nach Paris. Erst 35 Jahre später gelang es dem Engländer Ernest Henry Wilson, die nussförmigen Kerne zu sammeln und sie über die Handelsgärtnerei Veitch in europäische Gärten einzuführen. David zu Ehren bekam die Gattung ihren wissenschaftlichen Namen.

Baum wird bis zu 20 Meter hoch

Der deutsche Name bezieht sich auf die großen weißen Hochblätter, die wie Taschentücher - von weitem gesehen auch wie ein Schwarm weißer Tauben - in den Ästen hängen. Ursprünglich stammt der Baum aus China und wird dort bis zu 20 Meter hoch. In Europa eher sechs bis zwölf.  Die Blütezeit ist im Mai und Juni. Am gleichen Baum kommen männliche, weibliche und zwittrige Blüten vor.

Exoten in Thieles Garten

In Bremerhaven ist der asiatische Exot ein seltenes Exemplar. Drei junge Taschentuchbäume stehen auf dem Friedhof Spadener Höhe, etwa 100 Meter hinter dem Haupteingang. Und im Skulpturenpark Thieles Garten in Leherheide sind auch zwei Prachtexemplare zu sehen. Der verwunschene Garten im Mecklenburger Weg 100 ist für Besucher geöffnet, auch an Pfingsten, von 10 bis 20 Uhr.

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