Die Ärztin und Hypnotherapeutin Monika Babilas unterweist Paare in Hypnobirthing. Die Ankunft des neuen Erdenbürgers gut vorbereitet und ohne Angst gemeinsam mit dem Partnerzu erleben ist das Ziel der Geburtsvorbereitung.

Die Ärztin und Hypnotherapeutin Monika Babilas unterweist Paare in Hypnobirthing. Die Ankunft des neuen Erdenbürgers gut vorbereitet und ohne Angst gemeinsam mit dem Partnerzu erleben ist das Ziel der Geburtsvorbereitung.

Foto: Scheiter

Bremerhaven

Tiefenentspannte Niederkunft mit Hypnobirthing

Von nord24
4. Dezember 2016 // 09:00

Eine Geburt ohne Schmerzen – das erscheint unvorstellbar. Geburtsvorbereitung mit Hypnobirthing verspricht zwar keine schmerzfreie Geburt, aber eine deutliche Minderung des Geburtsschmerzes. Die Ärztin und Hypnotherapeutin Monika Babilas hat sich der Methode verschrieben und bietet als zertifizierte Kursleiterin Hypnobirthing-Kurse mit dem Ziel einer selbstbestimmten, entspannten Geburt an.

Angstfrei, ruhig und entspannt bleiben

Der natürliche Geburtsverlauf steht bei Hypnobirthing im Fokus“, erläutert die Mutter dreier Kinder, die bereits seit vielen Jahren in ihrem behaglichen Praxisraum individuelle Heilhypnose und Gesprächstherapie anbietet. „Frauen und ihre Partner lernen bei der Geburtsvorbereitung die Aufgaben des Körpers während der Geburt kennen und sollen dem Ereignis angstfrei, ruhig und entspannt entgegengehen.“ In der Gesellschaft sei die Vorstellung von Geburt oft mit Schmerz und Furcht besetzt, in den Medien würden Geburten zu dramatischen Situationen hochstilisiert.

Bei Anspannung können Schmerzen auftreten

Angstbesetzte Bilder und Gefühle entstünden in den Köpfen der Schwangeren, es komme zur Anspannung. „Unter Stress und Anspannung kann eine Geburt leicht stocken oder zum Stillstand kommen, Schmerzen treten verstärkt auf. Dann kommt ganz schnell die Kaskade medizinischer Intervention ins Spiel.“ Schon das Eintreffen in der Klinik mit unbekannten Menschen, Geräuschen und Gerüchen werde oft als beunruhigend empfunden.

Umgebung wird ausgeblendet

Gelassenheit und innere Ruhe dagegen hätten positive Auswirkungen auf den Geburtsvorgang. Dies wird beim Hypnobirthing durch Selbsthypnose erreicht – eine Trance, eine tief entspannte Situation, wird von der werdenden Mutter selbst herbeigeführt. „Im Zustand der nach innen gerichteten Konzentration in einem wachen, vertieften Ruhezustand wird die Umgebung vorübergehend ausgeblendet und man ist ganz bei sich selbst. Anspannung löst sich auf, Entspannung tritt ein“, sagt Babilas und betont, dass eine Trance ein ganz natürlicher Zustand sei. „Man erlebt ihn im Alltag, beispielsweise bei der Lektüre eines spannenden Buches oder im Kino, wenn wir ganz in das Geschehen eintauchen.“

Trance durch Atemrhythmen

Erreicht wird die Trance durch Konzentration auf die Atmung. „Es werden Atemrhythmen und dazu innere Bilder vermittelt, die während des Atmens visualisiert werden. Auch Berührungsmassagen des Partners und Techniken zur Tiefenentspannung tragen dazu bei, dass die werdende Mama entspannt und angstfrei in die Geburt gehen kann.“

Selbstsuggestion durchbricht Teufelskreis

Diese Kunst der Selbstsuggestion kann dann genutzt werden, um den Teufelskreis von Schmerz und Angst zu durchbrechen. Die Ursprünge dieser Geburtsvorbereitungsmethode beruhen auf den Erkenntnissen des Arztes Dr. Grantly Dick-Read um 1920. Er entdeckte, dass Angst Verspannung auslöst und diese Anspannung Schmerz verursacht. Die populäre amerikanische Hypnose-Therapeutin Marie Mongan verknüpfte dann in den 1980er-Jahren Entspannungstechniken mit der Idee von Dick-Read und führte das Hypnobirthing ein.

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