Im World Future Lab im Klimahaus können Besucher an acht Stationen die Welt retten.

Im World Future Lab im Klimahaus können Besucher an acht Stationen die Welt retten.

Foto: Schimanke

Bremerhaven

Tüfteln, denken, Welt retten: Neue Attraktion im Klimahaus

Von Laura Bohlmann-Drammeh
6. April 2017 // 16:44

Am Donnerstag ist das "World Future Lab" im Klimahaus Bremerhaven eröffnet worden. Besucher können an acht Stationen spielerisch lernen, welchen Beitrag sie mit ihren Fähigkeiten zum Klimaschutz leisten können. 550.000 Euro hat die Stadt investiert. Wir haben das Spiel schon einmal getestet.  "Mit der neuen Attraktion wollen wir den Besuchern spielerisch die Möglichkeit geben, ihr Handeln zu hinterfragen", sagt Geschäftsführer Arne Dunker. Kinder und Erwachsene könne gleichermaßen an den Touchtischen zu Forschern, Unternehmern oder Netwerkern werden. Ist die Aufgabe erfolgreich absolviert, werden ihnen beispielhaft Menschen gezeigt, die auf eigene Weise bereits einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben.

Die Stationen im Überblick

Vernetzen: Mit Hilfe der eigenen Finger muss man an dieser Station möglichst viele leuchtende Punkte miteinander verbinden. Je mehr man erreicht, desto mehr Sterne erspielt man. Positives Beispiel: David Suzuki Foundation, eine Umweltschutzorganisation, die in Kanada Menschen zu Klimathemen zusammen bringt. Schwierigkeitsgrad: mittel. Spaßfaktor: hoch. Lerneffekt: niedrig

Forscher werden

Erforschen: Mit einer Lupe müssen Strukturen in einem Urwald gefunden werden, die eine bereits aufgeführte Reihe fortsetzen. Das Spiel zeigt, wie Forscher aus der Natur die Strukturen für Technik übernehmen. Positives Beispiel: Das Unternehmen Ecovative ersetzt Styropor-Verpackungen durch Pilzkulturen. Schwierigkeitsgrad: hoch. Spaßfaktor: mittel Lerneffekt: hoch

Smartphone produzieren

Verantworten: Am Unternehm-O-Mat muss ein vorgegebenes Budget für ein möglichst umweltfreundliches Handy auf verschiedene Kategorien wie Fairer Handel oder Bekanntheit verteilt werden. Positives Beispiel: Das von Holländern entwickelte Fairphone. Schwierigkeitsgrad: mittel. Spaßfaktor: mittel. Lerneffekt: hoch

Tüftlergeist entwickeln

Engagieren: Um eine Stadt bunter und klimafreundlicher zu machen, müssen Puzzleteile mit farbigen Ecken aneinander gesetzt werden. Das Spiel soll zeigen: Je mehr Teile man zusammensetzt, desto bunter wird die Stadt. Positives Beispiel: Der Jugendklimarat Bremerhaven, der etwa Bäume pflanzt. Schwierigkeitsgrad: hoch. Spaßfaktor: hoch. Lerneffekt: niedrig.

Innovationen entdecken

Kombinieren: Mit verschiedenen Gegenständen soll der Besucher eine Erfindung bauen, die das Klima schützt. Heraus kommt - wenn man alles richtig macht - ein Pflanzenkraftwerk aus Bakterien und einem USB-Kabel. Positives Beispiel: Das Unternehmen Bioolite, das aus Pflanzen Strom gewinnt. Schwierigkeitsgrad: niedrig. Spaßfaktor: mittel. Lerneffekt: hoch

Zum Inselretter werden

Handeln: Der Meeresspiegel ist angestiegen, eine Insel steht unter Wasser. Der Besucher muss seinen Koffer packen und überlegen, welche Gegenstände er mitnehmen kann um mittel- und langfristig helfen zu können. Positives Beispiel: Die Insel Tokelau stellt ihre Energieversorgung von Öl zu hundert Prozent auf Sonnenenergie um. Schwierigkeitsgrad: mittel. Spaßfaktor: hoch. Lerneffekt: hoch

Den Dominoeffekt auslösen

Motivieren: Der Besucher muss eine Dominosteinreihe so ergänzen, dass möglichst viele Steine umfallen, wenn man die Reihe anstößt. Dabei ist vor allem wichtig, auf die richtigen Stellen zu setzen. Positives Beispiel: Die Kinder- und Jugendinitiative  "Plant for the planet", die sich zum Ziel gemacht hat, möglichst viele Bäume zu pflanzen. Schwierigkeitsgrad: hoch. Spaßfaktor: niedrig. Lerneffekt: mittel

Die richtige Entscheidung treffen

Respektieren: Der Besucher ist neuer Mitarbeiter einer Firma und wird auf die Probe gestellt. Wählt er aus verschiedenen Gegenständen immer den besonderen, oder lässt er Nachfolgern die Wahl? Positives Beispiel: Das faire Bremer Kaffe-Unternehmen Utamtsi. Schwierigkeitsgrad: hoch. Spaßfaktor: mittel. Lerneffekt: mittel

Fazit:

Im World-Future-Lab hat man eine Menge Spaß, der Lernfaktor hängt allerdings sehr vom Vorwissen und der Geduld der Besucher ab. Ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall.  

Im World Future Lab im Klimahaus können Besucher an acht Stationen die Welt retten.

Laura Nowak und Laura Bohlmann-Drammeh an der Spielstation "Vernetzen"..

Foto: Schimanke

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