Flüchtlinge Schulen

Die Schulen kommen bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern an ihre Grenzen. Foto dpa

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Bremerhaven

Unterricht für Flüchtlinge: "Wir schaffen das - aber nicht allein"

Von Denise von der Ahé
25. November 2015 // 18:15

BREMERHAVEN. Wenn die Flüchtlingswelle in den kommenden beiden Jahren anhält, braucht Bremerhaven bis zu 280 zusätzliche Lehrer, 180 neue Klassen und neue Schulen. Das hat das Schulamt ausgerechnet, um jetzt mit der Planung beginnen zu können.

1800 Füchtlinge kommen 2016 in die Schulen

„Das ist eine nie da gewesene Herausforderung für unsere Stadt und unsere Schulen“, sagt Schuldezernent Michael Frost (parteilos). „In dieser Größenordnung wäre das die absolute Überforderung des Systems.“    
Daher sagt er: „Wir schaffen das, aber nicht allein.“ Die Stadt brauche daher dringend Unterstützung vom Land und vor allem vom Bund. Die Bundesregierung müsse das Wort der Kanzlerin „Wir schaffen das“ in ein verlässlich finanziertes Konzept für die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern umwandeln, fordert Frost.

Kosten in Millionenhöhe

Von den 105 Millionen Euro für die Flüchtlingsversorgung, die der rot-grüne Senat vor wenigen Tagen für das laufende Jahr bewilligt hat, bekommt die Seestadt gerade mal 8,1 Millionen Euro. Allein für Sprachkurse schlagen 2016 bis zu 4,8 Millionen Euro zu Buche, 2017 sogar 6,3 Millionen Euro, so das Schulamt.

Zunächst 140 neue Lehrer nötig

Wenn man eine Lehrerstelle mit 50 000 Euro im Jahr kalkuliert, ergibt das bei 280 Lehrerstellen in zwei Jahren rund 14 Millionen Euro. Im Sommer 2016 wären zunächst 140 neue Lehrer nötig, die Übrigen ein Jahr später. Frost betont, dass sein Amt sozusagen „das höchste Ausmaß, das passieren kann“ berechnet hat. „Vermutlich werden es weniger Flüchtlinge sein“, sagt er.

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