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Foto: Polizei Oberpfalz

Bremerhaven

Vier Deutsche in den NHL-Playoffs dabei

Von Lars Brockbalz
10. April 2017 // 18:00

Vier sind sicher dabei, drei sind raus – die deutschen  mischen in den Playoffs der NHL munter mit. Allen voran Leon Draisaitl. „The German Gretzky“ haben sie den 21-Jährigen in Edmonton bereits getauft. Der Vergleich mit dem besten NHL-Spieler aller Zeiten ist natürlich viel zu hoch gegriffen, aber er verdeutlicht eines: Wie sehr sich alle bei den Oilers nach den Zeiten von Wayne Gretzky zurücksehnen, der die Mannschaft zwischen 1984 und 1988 zu vier Stanley-Cup-Siegen führte.

Draisaitl mit 77 Scorerpunkten für Edmonton

Erstmals nach elf mageren Jahren hat Edmonton wieder die Playoffs erreicht, und Draisaitl hat erheblichen Anteil daran. 29 Tore hat der 21-Jährige erzielt, dazu 48 Vorlagen gegeben. Noch nie hat ein deutscher Spieler in der NHL in einer Saison so viele Punkte gesammelt. 77 insgesamt, damit landete der Sohn des ehemaligen Bremerhavener Trainers Peter Draisaitl in der Scorerliste der NHL auf Platz acht. Auf Draisaitl und seinem Sturmkollegen, NHL-Topscorer Connor McDavid (100 Punkte) ruhen in Edmonton die Hoffnungen, an Gretzkys Zeiten anknüpfen zu können. Gegner ist der ersten Playoff-Runde sind die San José Sharks.

Washington punktbestes Team der Hauptrunde

Favoriten sind aber andere. Die Washington Capitals zum Beispiel mit dem deutschen Torhüter Philipp Grubauer. Die sind das punktbeste Team der Liga. Grubauer ist zweiter Torhüter, hat aber mit 13 Siegen aus 19 Spielen, in denen er starten durfte eine gute Bilanz. Washington trifft auf Toronto. Zweitbeste Mannschaft sind die Pittsburgh Penguins, bei denen Tom Kühnhackl spielt. Für den 25-jährigen Stürmer stehen 4 Tore und 12 Vorlagen in 57 Spielen zu Buche. Der Titelverteidiger trifft auf die Columbus Blue Jackets. Ebenfalls sicher in der Meisterrunde dabei ist Verteidiger Korbinian Holzer mit  den Anaheim Ducks. Die treffen auf die Calgary Flames.

Greiss, Seidenberg und Rieder sind raus

Ausgeschieden sind dagegen Torhüter Thomas Greiss und Verteidiger Dennis Seidenberg von den New York Islanders und Tobias Rieder. An dem ehemaligen Sturmkollegen von Tom Kühnhackl aus Zweitliga-Zeiten in Landshut hat es nicht gelegen, dass die Saison für die Arizona Coyotes vorzeitig beendet ist. 16 Tore und 18 Vorlagen sind eine anständige Ausbeute. Arizona aber ist das  zweitschlechteste der 30 NHL-Teams.

Bundestrainer hofft auf NHL-Stars bei der WM

Das Leid von  Rieder, Seidenberg und Greiss ist die Freude von Bundestrainer Marco Sturm. Der kann für die Weltmeisterschaft im Mai sicher mit dem 24-jährigen Rieder planen und hofft auch auf Zusagen von Seidenberg und Greiss .  "Sie wollen alle", sagte Sturm. Auch  DEB-Präsident Franz Reindl ist zuversichtlich. "Klar, die Heim-WM lässt keiner aus. Wenn sie gesund sind, gehe ich davon aus, dass sie kommen." Ob weitere NHL-Spieler die deutsche Auswahl verstärken, hängt vom Verlauf der Playoffs ab. Besonders in der Brust von Leon Draisaitl dürften zwei Herzen schlagen. Zum einen will er natürlich die erfolgreiche Saison in Edmonton veredeln, zum andern aber ist er heiß auf die WM. Schließlich findet sie in seiner Heimatstadt Köln statt.  

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