Das Lunebad in den 1950er Jahren: Zwei  schwimmende Baumstämme trennten das Nichtschwimmerbecken von der Lune ab. Badesteg und Sprungturm gehörten zur Anlage.

Das Lunebad in den 1950er Jahren: Zwei schwimmende Baumstämme trennten das Nichtschwimmerbecken von der Lune ab. Badesteg und Sprungturm gehörten zur Anlage.

Foto: Nossinski

Bremerhaven

Vor 40 Jahren gingen die letzten Schwimmer im Lunebad baden

Von Jürgen Rabbel
15. Juni 2017 // 08:00

Über Jahrzehnte war es der Sommertreffpunkt für Familien und Jugendliche in Bremerhaven: das Lunebad. Heute ist über die Badeanstalt Gras gewachsen.

Lunebad 1926 gegründet

Gegründet worden war das Lunebad 1926 von der damaligen Stadt Wesermünde auf einem Grundstück unweit vom Neuen Lunesiel. Die von Rasenflächen umgebene Ausbuchtung der Lune diente als Nichtschwimmerbecken. Abgetrennt war es vom Fluss – dort zogen die Schwimmer ihre Bahnen – durch zwei angekettete auf dem Wasser schwimmende Baumstämme.

Kolibakterien im Lunewasser bringen das Aus

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Naturbad nicht an Beliebtheit. In guten Sommern bevölkerten bis zu 15 000 Besucher das Areal. Das Ende des Lunebades kam abrupt. Im Mai 1978 wurden im Wasser der Lune so viele Kolibakterien nachgewiesen, dass das Baden verboten wurde.  Nur noch die Liegewiese stand Sonnenanbetern zur Verfügung. 1982 wurde die Anlage aus Kostengründen endgültig geschlossen und ein Jahr später abgerissen.

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