Freuen sich über die Besuche im „Amer“-Heim (von links): Fabian, Bewohner Jürgen Mittwollen, Ergotherapeut Maik Kohlhase, Paul und Erzieherin Katrin Kühl.

Freuen sich über die Besuche im „Amer“-Heim (von links): Fabian, Bewohner Jürgen Mittwollen, Ergotherapeut Maik Kohlhase, Paul und Erzieherin Katrin Kühl.

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Bremerhaven

Warum ein Pflegeheim in Leherheide jede Woche Besuch von Kindern bekommt

Von nord24
23. Mai 2016 // 19:00

Jeden Donnerstag besuchen Kinder des Kinder- und Therapiezentrums „Max und Moritz“ an der Hermann-Ehlers-Straße in Leherheide Senioren im benachbarten Pflegeheim „Amer“ an der August-Bebel-Straße. Das ist für beide Seiten ein Gewinn. „Wir basteln zum Beispiel und singen zusammen“, sagt die Erzieherin Katrin Kühl. „Die Kinder lernen dabei, mit fremden Menschen umzugehen, bauen also Ängste ab. Und sie lernen, dass Menschen alt und krank werden, dass sie deswegen manchmal im Rollstuhl sitzen müssen. Die Kinder setzen sich also mit der Bandbreite des Lebens auseinander.“ Und sie nehmen auch ganz praktische Dinge mit – beim Obst-Schneiden etwa den Umgang mit einem Messer. Doch das Lernen läuft nicht nur in die eine Richtung.

Was Jung und Alt im Pflegeheim voneinander lernen

„Ja, auch die Kinder bringen durchaus den Senioren etwas bei“, sagt Maik Kohlhase. Er arbeitet als Ergotherapeut im Pflegeheim „Amer“ und hat die wöchentlichen Kinder-Besuche im vergangenen März durch eine Anfrage beim „Max und Moritz“-Zentrum ins Leben gerufen. Leben ist ein gutes Stichwort: „Die Kinder bringen den Senioren nämlich Lebensfreude“, sagt Kohlhase. „Sie erinnern sie an ihre eigenen jungen Jahre und sorgen für jede Menge Trubel und Heiterkeit, eben einfach für eine angenehme Ablenkung vom Heim-Alltag.“

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