Mittlerweile können sie wieder lächeln, auch wenn der Schreck über das entzogene Sorgerecht noch nicht ganz verflogen ist (von links): Großmutter Cemile, Mutter Gülsah und Baby Çagla Özgüler.

Mittlerweile können sie wieder lächeln, auch wenn der Schreck über das entzogene Sorgerecht noch nicht ganz verflogen ist (von links): Großmutter Cemile, Mutter Gülsah und Baby Çagla Özgüler.

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Bremerhaven

Wenn das Krankenhaus das Jugendamt ruft

Von nord24
29. Juli 2016 // 20:00

Gülsah Özgüler hat gleich zweifach Angst um ihr Kind gehabt: Wegen lauter blauer Flecken brachte die Geestemünderin die kleine Çagla ins Ameos-Klinikum Am Bürgerpark in Bremerhaven. Sie wusste nicht, was das Kind hat. Das medizinische Personal dort fürchtete: Misshandlung. Es verständigte das Jugendamt.

"Ohne Wissen Vormundschaft entzogen"

Denn das Krankenhaus habe das Jugendamt eingeschaltet und das wiederum das Familiengericht, erzählt die Großmutter, Cemile Özgüler. "Und so wurde Gülsah ohne ihr Wissen die Vormundschaft entzogen – das hat sie erst nach zwei Wochen gesagt bekommen."

Harmlose Pigment-Ansammlungen

Später habe das Gericht dann aber positiv für die Özgülers entschieden. Denn das Baby habe nur sogenannte Mongolenflecken gehabt, also harmlose Pigment-Ansammlungen.

Krankenhaus und Jugendamt verweisen aufs Bundeskinderschutzgesetz

Das Krankenhaus und das Jugendamt verweisen in dieser Sache auf das Bundeskinderschutzgesetz. Es verpflichte alle Institutionen und auch einzelne Personen, die schutzwürdigen Interessen von Minderjährigen sicherzustellen.

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