Leer stehende Ladenlokale wie das links von Claus Uhde gibt es viele in der Hafenstraße. Das Vorstandsmitglied des Werbekreises Lehe hat trotzdem noch gut lachen. Er sieht neben negativen nämlich auch positive Entwicklungen für eine der Hauptschlagadern seines Stadtteils.  Foto Scheer

Leer stehende Ladenlokale wie das links von Claus Uhde gibt es viele in der Hafenstraße. Das Vorstandsmitglied des Werbekreises Lehe hat trotzdem noch gut lachen. Er sieht neben negativen nämlich auch positive Entwicklungen für eine der Hauptschlagadern seines Stadtteils. Foto Scheer

Bremerhaven

Wie die Hafenstraße in Bremerhaven wieder aufblühen könnte

Von nord24
3. Dezember 2015 // 12:59

Einst war sie ein echter Prachtboulevard, heute ist sie in weiten Teilen eher eine Trasse der Tristesse: die Hafenstraße. Über den Zustand und die Zukunft dieser Lebensader Lehes spricht jetzt Claus Uhde vom Vorstand des örtlichen Werbekreises. Uhde erzählt, wie Flüchtlinge in der Hafenstraße für einen Aufschwung sorgen könnten und welche Geschäfte er dort vermisst. Etwa 30 Ladenlokale in der Hafenstraße stehen leer. Warum, erklärt Claus Uhde so: "Die Ursache dafür reicht lange zurück: In den 70er Jahren baute die Stadt die 'Bürger' als Fußgängerzone aus. Damals verließen viele Fachgeschäfte die Hafenstraße dorthin. Es gibt aber mindestens vier weitere Gründe dafür, dass die Hafenstraße viel von ihrem einstigen Glanz verloren hat."

Vier Gründe für den Niedergang der Hafenstraße

Diese vier Gründe sind die folgenden: "Erstens", sagt Uhde, "entsprechen die meisten Ladenlokale nicht mehr heutigen Ansprüchen, was ihre Größe betrifft – sie sind zu klein. Daher ist es sehr schwierig, neue Mieter dafür zu finden. Wobei manche Immobilieneigentümer – zweitens – auch kein Interesse daran haben, vermutlich aus steuerlichen Gründen." "Drittens", fährt Uhde fort, "setzt das Internet Händlern überall zu, natürlich macht es ihnen auch in der Hafenstraße Gewinne abspenstig. Und viertens lässt leider die Attraktivität vieler Läden zu wünschen übrig."

Zuwanderer könnten für eine Aufwertung sorgen

An diesen Stellen gelte es anzusetzen, meint Uhde. Das bedeute: Spezialisten anlocken, die nicht viel Platz brauchen. Schärfer gegen Immobilienspekulanten vorgehen. Mehr Internetpräsenz zeigen. Und die vorhandenen Geschäfte optisch aufhübschen. Außerdem sagt Claus Uhde: "Wir Geschäftsleute schätzen ein lebendiges, buntes Quartier. Dabei können auch Flüchtlinge und andere Zuwanderer eine wichtige Rolle spielen." Denn einige dieser Menschen brächten mit, was viele von uns verlernt hätten: aus wenig mehr zu machen – sei es durch handwerkliches Geschick oder kreatives Kochen. "Wie wär’s zum Beispiel mit einem Syrer-Imbiss?", fragt Uhde. "Solche Gedanken lassen mich hoffen, dass die Leerstände bald wieder schrumpfen."

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