Am Montagnachmittag machte Katharina-Andrea Krieger mit einem Autokorso auf die Situation der Heimbewohner in Bremerhaven aufmerksam.

Am Montagnachmittag machte Katharina-Andrea Krieger mit einem Autokorso auf die Situation der Heimbewohner in Bremerhaven aufmerksam.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Wie diese Frau Pflegern ein Gesicht geben will

1. Juni 2020 // 18:21

Mit polizeilicher Begleitung hat am Montag in Bremerhaven ein Autokorso vom Fischereihafen zu den Havenwelten stattgefunden. Die Initiatorin Katharina-Andrea Krieger machte damit auf die kaum umsetzbaren Auflagen in der Altenpflege aufmerksam.

Geringe Teilnahme

Von den erwarteten 60 Teilnehmern kamen am Ende drei, plus Katharina-Andrea Krieger selbst. „Das ist natürlich enttäuschend. Im Vorfeld habe ich alle Pflegeeinrichtungen in Bremerhaven angeschrieben, und die Pfleger aufgefordert, mitzumachen. Aber wahrscheinlich ist die Angst zu groß, in eine Ecke gedrängt zu werden“, schätzt Krieger.

Auflagen kaum umsetzbar

„Man hätte im Vorfeld mit uns über die Umsetzung der Auflagen sprechen können. Denn viele der Auflagen sind kaum umsetzbar“, kritisiert Krieger. Sie könne vergessliche Heimbewohner nicht ständig überwachen, oder gar einsperren. „Das würde zu einer sozialen Isolation führen,“ erklärt die 35-Jährige.

Ruhiger Verlauf

Die Polizei Bremerhaven begleitete den Autokorso mit zwei Mannschaftswagen und einer Motorradeskorte und meldete einen ruhigen Verlauf der angemeldeten Kundgebung.

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