Wie man als Gartenbesitzer was für den Naturschutz tun kann

Bremerhavens Nabu-Chefin Heike Wierhake-Kattner zeigt künstliche Behausungen für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Doch nicht nur mit solchen Kästen zum Brüten und Unterschlüpfen können Naturfreunde der heimischen Tierwelt helfen.

Bremerhaven

Wie man als Gartenbesitzer was für den Naturschutz tun kann

Von nord24
16. Juli 2016 // 10:30

"Gartenbesitz verpflichtet" - dieser Meinung ist Heike Wierhake-Kattner, die Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Bremerhaven-Wesermünde. Sie gibt deshalb Tipps, wie Garten- und Balkonbesitzer einen Beitrag zum Erhalt heimischer Tier- und Pflanzenarten leisten können.

Brennnesseln sind für den Naturschutz wichtig

Heike Wierhake-Kattner rät zum Beispiel, auf das Einsetzen von Gift zu verzichten. "Das braucht ein Naturgärtner aber auch nicht", sagt sie. "Denn der lässt gern ein wenig Wildnis stehen, in der Brennnesseln wuchern und alte Äste vermodern dürfen. Solche Ecken sind für praktisch alle Arten überlebenswichtig. Und wer Blumen anpflanzt, sollte auf ungefüllte Blüten achten – nur auf denen finden Insekten Nahrung."

Ruf nach begrünten Dächern

Außerdem richtet Wierhake-Kattner Forderungen an die Politik: "Wer ein Haus baut, sollte verpflichtet werden, zumindest das Dach seiner Garage zu begrünen oder Photovoltaik-Anlagen darauf zu installieren – eben einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz zu leisten."