Stadtauswärts auf nur einer Spur ein langer Strom von Fahrzeugen, stadteinwärts auf zwei Spuren nur vereinzelte Autos: Eigentlich sollen die Spuren im Feierabendverkehr genau andersherum geschaltet werden. Aber das ist schon längere Zeit nicht mehr möglich.  Foto  Scheer

Stadtauswärts auf nur einer Spur ein langer Strom von Fahrzeugen, stadteinwärts auf zwei Spuren nur vereinzelte Autos: Eigentlich sollen die Spuren im Feierabendverkehr genau andersherum geschaltet werden. Aber das ist schon längere Zeit nicht mehr möglich. Foto Scheer

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Bremerhaven

Wieder Probleme mit dem Leitsystem auf dem Zubringer Zentrum

Von nord24
14. Januar 2016 // 19:58

Warum funktioniert das alles eigentlich immer nicht? Bei diesem weit verbreiteten Stoßseufzer über die Verkehrslenkung auf dem Zubringer Zentrum sind aus Sicht der Bauverwaltung zumindestens die Worte „alles“ und „immer“ übertrieben. Dass Monate nach der Sanierung das Spurleitsystem noch nicht wieder nach Verkehrsaufkommen geschaltet werden kann, liege nicht an fehlerhafter Technik. „Es liegt am Wetter“, sagt Baudezernentin Dr. Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne).

Lenkungsmöglichkeiten seit der Sanierung außer Betrieb

Das Lenkungssystem soll eigentlich sicherstellen, dass am Morgen und am Vormittag zwei Fahrspuren stadteinwärts befahren werden können. Am späten Nachmittag soll die mittlere Spur dem stadtauswärts fließenden Verkehr zugeschlagen werden, damit es zu keinen Staus kommt. Doch seit Fertigstellung der Sanierung des Zubringers sind diese technischen Möglichkeiten außer Betrieb. Nicht zum ersten Mal. Wir wollten wissen, warum das immer wieder Probleme bereitet:

Woher rühren die aktuellen Probleme?

Es liegt nicht wie so häufig an den Schilderbrücken, nicht an der Software von Siemens, sondern an den fehlenden Leuchtknöpfen im Asphalt. Die sind bei der Sanierung und dem dafür nötigen Herunterfräsen der Fahrbahn entfernt worden. Nun müssen neue eingebaut werden.

Warum ist das noch nicht längst geschehen?

Weil das feuchte Wetter das nicht zugelassen habe, sagt der Leiter des Amtes für Straßen- und Brückenbau, Enno Wagener. Die neue Asphaltdecke sei am 23. Oktober fertig gewesen und habe danach sechs Wochen ruhen müssen, bevor sie für den Einbau von Leuchtknöpfen aufgebohrt wird. Um die einzubauen, müssten mindestens eine Woche Trockenheit und Temperaturen über sieben Grad herrschen. Sonst übernehme die ausführende Firma keine Gewährleistung. Wenn die Stadt trotzdem darauf drängen würde, müsste sie auch für alle Folgekosten aufkommen. Solch ein risikoreicher Alleingang der Stadt sei aber sowieso ausgeschlossen, weil der Bund bei der Sanierung der Bauherr ist.

Lassen sich die Arbeiten nicht auch unter beheizten Zelten ausführen?

Ja, sagen die Fachleute, das wäre möglich, aber dafür müssten der Zubringer und die Autobahnauffahrt für mehrere Tage gesperrt werden.

Die Grimsbystraße ist 2012 bereits ausgebessert worden. Warum musste man jetzt überhaupt noch mal darangehen?

Die Arbeiten von 2012 waren laut Bauamt nur oberflächlich. Das hätte womöglich noch einige Jahre gehalten, sagt das Bauamt. Da der Bund jetzt aber Mittel zur Verfügung stellte, habe man die Gelegenheit ergriffen, um die Fahrbahn dauerhaft zu sanieren.  

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