Bananen halten nicht nur Marathonläufer auf Trab, sondern auch das Hafentreiben in der Seestadt.

Bananen halten nicht nur Marathonläufer auf Trab, sondern auch das Hafentreiben in der Seestadt.

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Bremerhaven

Zahl des Tages: 400 000

Von nord24
24. Mai 2016 // 12:00

Bremerhaven ist einer der großen Umschlaghäfen für Bananen in Europa. 400 000 Tonnen unreife Früchte kommen jährlich aus den Tropen an und werden von der Seestadt aus bundesweit und in andere Länder verteilt. Einmal pro Woche legt ein Bananenfrachter am Bremerhavener Fruchtterminal an. Bevor die Früchte in die Reifezentren und danach in die Läden kommen, werden sie auf ihre Qualität geprüft. Die perfekte Banane muss steinhart und grasgrün sein. Erst in den Reifenzentren erhalten die Früchte ihre gelbe Farbe.

Wöchentlicher Bananendampfer-Dienst seit 1926

Der Bananenumschlag spielte in Bremerhaven seit vielen Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Die gelbe Frucht aus Mittel- und Südamerika wurde hier schon seit über 90 Jahren auf Kühlschiffen angelandet. Am 3. Juli 1925 wurden erstmals 50 000 Bananenstauden aus der Karibik in Bremerhaven gelöscht. Ab 25. April 1926 wurde ein wöchentlicher Bananendampfer-Dienst eröffnet. Die Schiffe löschten an der Westkaje des Kaiserhafens III, wo im Herbst 1926 eine moderne Verladeeinrichtung mit Elevator eingerichtet wurde.

Bananen kommen nur in Kühlcontainern

Im vergangenen Februar nun diese Nachricht: Der Bananenproduzent Chiquita hat Bremerhaven aus dem Fahrplan seiner Kühlschiffe gestrichen. Wie Matthias Hasselder, Geschäftsführer der Firma Heuer Port Logistics, bestätigte, wurde mit der „Chiquita Belgie“ Anfang Februar zum letzten Mal ein konventioneller Bananenfrachter für Chiquita am Fruchtterminal gelöscht. Künftig werden Bananen nur noch in Kühlcontainern an der Stromkaje umgeschlagen.

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