Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos will das Preisgeld für den Friedensnobelpreis spenden.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos will das Preisgeld für den Friedensnobelpreis spenden.

Foto: Munoz/dpa

Bremerhaven

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Von nord24
10. Oktober 2016 // 14:00

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos will seinen Friedensnobelpreis den Opfern des Konflikts in seinem Land spenden. Insgesamt acht Millionen schwedische Kronen (rund 830 000 Euro).

Juan Manuel Santos besucht Gedenkgottesdienst

"Der Friedensnobelpreis gehört den Kolumbianern, vor allem jenen, die im Krieg gelitten haben", schrieb Juan Manuel Santos auf Twitter. "Meine Familie und ich haben beschlossen, das Geld den Opfern zur Wiedergutmachung zu überreichen", erklärte der Präsident zudem bei einem Gedenkgottesdienst in Bojayá. Dort waren vor 14 Jahren 79 Menschen bei einer Explosion ums Leben gekommen.

Kolumbianer stimmen gegen Friedensverhandlungen

Das Geld soll laut Juan Manuel Santos über Hilfsorganisationen direkt den Betroffenen zugutekommen. "Ich werde nicht eine Sekunde ruhen, sondern mich für ein umfassenderes Abkommen einsetzen, um einen stabilen und dauerhaften Frieden zu erreichen", erklärte der Präsident, der in zähen Friedensverhandlungen mit der Farc in diesem Jahr den Durchbruch vermelden konnte. Eine knappe Mehrheit der Kolumbianer lehnte Anfang Oktober den Friedensvertrag in einem Referendum jedoch überraschend ab. (epd/dpa)  

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