Komasaufen ist auch im Cuxland ein Problem. Allerdings warnen Mediziner vor Panikmache.

Komasaufen ist auch im Cuxland ein Problem. Allerdings warnen Mediziner vor Panikmache.

Foto: imago/Westend61

Bremerhaven

Zahlenspiele mit den Komasäufern

Von nord24
17. Februar 2016 // 17:58

„Gegen den Trend: Mehr Komasäufer im Landkreis Cuxhaven“ – mit dieser Nachricht schlägt der Krankenversicherer DAK Alarm. 2014 sei die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen um fast 44 Prozent gestiegen. Ein genauer Blick in die Statistik zeigt: Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen.  Die Pressemitteilung der DAK bezieht sich auf die Veröffentlichung des Statistischen Landesamts Niedersachsen für das Jahr 2014, in dem das Cuxland 56 Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren zu verzeichnen hatte, die stationär mit Alkoholvergiftung in einem Krankenhaus aufgenommen wurden – 17 Patienten mehr als 2013. „Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt somit ein Problem“, sagt DAK-Sprecherin Manuela Schulze.

Im "normalen Bereich" bei den Komasäufern

Mediziner sehen die Zahlen gelassen: „Natürlich sollten wir die Zahlen beobachten, aber ich denke, wir bewegen uns noch in einem normalen Bereich“, sagt Manuel G. Burkert, Chefarzt für Notfall-, Intensiv- und Palliativmedizin im Cuxhavener Helios Krankenhaus. Unter den 30 eingelieferten Jugendlichen (unter 21 Jahren) in der Helios-Klinik, sei ein Großteil zu Gast auf dem Deichbrand-Festival in Nordholz gewesen. Die Rauschtrinker waren also nicht unbedingt Cuxhavener. Die Zahlen für den Landkreis Cuxhaven bewegen sich seit 2006 ungefähr im gleichen Bereich zwischen 48 und 61 Jugendlichen jährlich. Die zuletzt veröffentlichte Zahl aus dem Jahr 2014 mit 56 Alkoholvergiftungen liegt deshalb eigentlich noch im Mittelfeld. Nur das Jahr 2013 sticht hervor durch einen deutlich niedrigeren Wert von 39 Jugendlichen und sorgt deshalb für den Anstieg von „43,6 Prozent“. Ein Beitrag von Spiegel TV zu dem Thema:

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