Eine Abmahnung bekam Bremerhavens Tourismuschef Raymond Kiesbye vom Oberbürgermeister und vom Kämmerer.

Abgestempelt: Eine Abmahnung bekam Bremerhavens Tourismuschef Raymond Kiesbye vom Oberbürgermeister und vom Kämmerer.

Foto: imago stock&people

Bremerhaven

Abmahnung für Bremerhavens Tourismuschef

Von Klaus Mündelein
15. September 2017 // 08:00

Mit einer Abmahnung hat Tourismuschef Raymond Kiesbye die gelbe Karte bekommen. Er hatte Mitarbeitern unrechtmäßig zum Teil fette Zulagen gewährt.

Gleicher Lohn für alle

Die Abmahnung wurde von Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) und Kämmerer Paul Bödeker (CDU) unterschrieben. Das bestätigte Magistratssprecher Volker Heigenmooser. Anlass ist die Verletzung des so genannten Besserstellungsverbots. Die städtische Tourismusgesellschaft „Erlebnis Bremerhaven“ ist zwar ein privatrechtlich organisierter Betrieb, aber sie lebt von den Zuschüssen der Stadt. Deshalb dürfen die Beschäftigten auch nicht besser entlohnt werden als die Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Abmahnung wegen hoher Zulagen

Aber das Gebot hatte Kiesbye missachtet, als er in vier Fällen Mitarbeitern zum Teil hohe Zulagen gewährte. In zwei Fällen gab es sogar jeweils 30.000 Euro in den Jahren 2014/2015. Wenn er schon großzügig hätte sein wollen, hätte er sich dafür die Genehmigung des Aufsichtsrats und der politischen Gremien einholen müssen.

Übergangsprobleme

Nicht alle Fälle gehen auf Kiesbyes Kappe. Ein Teil geht auf seine Vorgänger zurück. Aber als Geschäftsführer hätte er die Fälle überprüfen müssen. Kiesbye erklärt diese Fehler mit der Herauslösung der „Erlebnis“ aus der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS. Es hätten damals Personalsachbearbeiter gefehlt, die Verträge hätten durchforsten können.

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