Anlieger haben Angst vor steigendem Grundwasser.

Grundwasser im Keller: Die Interessengemeinschaft „Wasserwerk Wulsdorf“ stellte Medienvertretern ihre Sorgen und Nöte dar.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Angst vor steigendem Grundwasser

Von Jürgen Rabbel
31. Mai 2016 // 20:00

Im Wasserwerkswald in Bremerhaven-Wulsdorf sind die letzten Förderbrunnen abgeschaltet worden. Jetzt haben Anlieger Angst vor steigendem Grundwasser. „Bis Anfang 1990 war unser Keller komplett trocken“, sagt Wasserwerks-Anlieger Lothar Heuer, „dann wurden die ersten Brunnen stillgelegt, und wir bekamen feuchte Stellen. Im Moment springt die Pumpe im Keller alle zwei bis drei Minuten an.“ Täglich würden aus dem Pumpensumpf im Keller etwa 15 000 Liter Wasser geschöpft.

Teurer Schutz vor dem Grundwasser

Rund 60 000 Euro hat Heuer bereits in den Wasserschutz seines Hauses gesteckt. „Aber es ist ein Fass ohne Boden. Etwa die gleiche Summe würde ein weiterer Versuch kosten, den Keller gegen eindringendes Grundwasser zu schützen. „Aber eine Garantie dafür, dass es auch klappt, gibt niemand“, betont Heuer.

Kritik an der Stadt

Niemand habe beim Verkauf der städtischen Grundstücke darauf hingewiesen, dass der Grundwasserspiegel in dem Gebiet künstlich niedrig gehalten wurde, kritisieren die Mitglieder der Interessengemeinschaft. Mit dem Ende der Förderung fließe das Wasser zurück in seine ursprüngliche Höhe. „Das Moor kommt zurück“, meinte Bernd Felis, Betroffener und gleichzeitig SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Wulsdorf.

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