Symbolfoto Lloydgymnasium Bremerhaven

Das Attentat am Lloyd-Gymnasium im Mai dieses Jahres haben Stadtrat Michael Frost und der Magistrat zum Anlass genommen, das Sicherheitskonzept für die Schulen neu zu bewerten und anzupassen.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Bremerhaven: Besseres Konzept soll Sicherheit an Schulen erhöhen

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Von nord24
16. Dezember 2022 // 15:53

Das Sicherheitskonzept für Bremerhavener Schulen wurde angepasst. Am Mittwoch hat der Magistrat das Papier verabschiedet.

„Schneller reagieren“

Das Attentat am Lloyd-Gymnasium am 19. Mai 2022 haben der Bremerhavener Stadtrat Michael Frost, Dezernent für Schulen und der Magistrat der Stadt Bremerhaven zum Anlass genommen, das Sicherheitskonzept für die Schulen neu zu bewerten und anzupassen. „Im Wesentlichen geht es darum, die Sicherheit an unseren Schulen zu erhöhen und im Zweifel schneller reagieren zu können. Auch die Gebäudesicherheit soll durch entsprechende Maßnahmen erhöht werden“, so Frost.

Situation vor Ort bewertet

Der Magistrat hat dafür eine Koordinierungsrunde, bestehend aus Vertretern des Schulamtes, der Feuerwehr, der Polizei und von Seestadt Immobilien, eingerichtet Die Koordinierungsrunde hat neben der Aufarbeitung der Abläufe der Geschehnisse auch die Situation an den Schulen im Rahmen von Ortsbegehungen bewertet.

Zusätzliches Personal

Neben technischen Alarmsystemen und der Verbesserung der Informationskette im Ernstfall, soll die Sicherheit zudem durch zusätzliches Personal in den Geschäftszimmern erhöht werden. „Künftig sollen die Geschäftszimmer durch zwei Personen besetzt sein – damit tragen wir gleichzeitig der erhöhten Arbeitsbelastung durch die Ganztagsschulen Rechnung“, so Frost.

„Kompetenzen bündeln“

Neben Verbesserungen in den Schulen soll auch die bereits gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr bei der Betreuung betroffener Personen optimiert werden, ebenso wie die Zusammenarbeit der Pressestellen von Polizei, Feuerwehr und Magistrat. „Wir wollen unsere Kompetenzen bündeln, um im Ernstfall noch besser reagieren und die Bevölkerung schützen und angemessen schnell informieren zu können“, so Oberbürgermeister Melf Grantz.

Kosten von einer Million Euro

„Insgesamt kosten die beschlossenen Maßnahmen für Bauarbeiten und das zusätzliche Personal den Magistrat etwa eine Million Euro – die entsprechenden Ausschüsse müssen jetzt über die Bereitstellung dieser Mittel entscheiden“, erklärt Frost das weitere Vorgehen.

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