Schulhund "Boomer" fühlt sich in der Heinrich-Heine-Schule wohl.

Schulhund "Boomer" fühlt sich in der Heinrich-Heine-Schule wohl.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Bremerhaven: Hund "Boomer" macht Karriere in der Schule

Von nord24
27. Januar 2017 // 09:00

Der neun Monate alte Cockerpoo "Boomer" ist der neue Schulhund der Heinrich-Heine-Schule in Bremerhaven. Dort erfüllt er pädagogische Aufgaben. 

Neuer Schulhund für Oberschule

Es sind nicht nur Füße, die die Klassenräume der Heinrich-Heine-Schule berühren. Seit September 2016 tapsen zweimal pro Woche auch vier Pfoten die Schulflure entlang. „Boomer“ heißt der neue Schulhund der Oberschule.

Lehrerin verhilft "Boomer" zu Job

Sina Krause hat „Boomer“ zu seinem Job verholfen. „Ich habe über Schulhunde meine Masterarbeit geschrieben und beschäftige mich seit fünf Jahren mit diesem Thema“, sagt die Lehrerin der Heine-Schule. Nachdem sie das Projekt mit der Schulleitung ein Jahr lang vorbereitet hatte, kam „Boomer“ als Welpe zu Beginn der Sommerferien zu ihr. Ab September dufte er sein Frauchen dann in die Schule begleiten.

Schulhund-Ausbildung kommt noch

Die Ausbildung zum Schulhund hat das Team Krause-„Boomer“ noch vor sich. Mit neun Monaten ist der Cockerpoo derzeit noch zu jung. Die Ausbildung umfasst sechs Wochenenden und eine Prüfung. Bis dahin sorgt er im Englischunterricht der 7. Klassen trotzdem schon für eine gute Lernatmosphäre.

Zwei Tage pro Woche im Unterricht

Zwei Tage ist „Boomer“ tierische Lehrkraft, einmal für zwei und einmal für vier Schulstunden. Seine Aufgaben sind unterschiedlich. Manchmal ist der Hund selbst Unterrichtsgegenstand. Oder er würfelt, dann erledigen die Schüler die Aufgaben, die der Würfel anzeigt. Und er kann schon prima mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken Lernzettel zu den Kindern transportieren.

Eigener Rückzugsraum

Die Leckerlis, die er als Belohnung dafür bekommt, helfen ihm schon bei der Arbeitsbewältigung. „Die werden nach der Ausbildung aber drastisch eingeschränkt“, so Krause. Die vielen Streicheleinheiten ganz sicher nicht. Und weil arbeiten anstrengend ist, hat „Boomer“ sich natürlich auch Pausen verdient. In der Schule hat er seinen eigenen Rückzugsraum.

Pädagogisch wertvoll

„Ein Schulhund bewirkt viel“, ist sich die Pädagogin sicher. „Die Kinder lernen durch Emotionen, sie können sich Inhalte durch ihn besser merken“, erklärt sie das Konzept. Natürlich lenkt er auch mal ab. „Aber wenn die Kinder über ihn lachen, lockert das die Lernatmosphäre auf. Er weist mich auch darauf hin, wenn es einem Schüler mal nicht gut geht“, so die Pädagogin.

Kinder lieben Hund

Die Kinder lieben den Hund. „Wir machen mehr Spiele im Unterricht, seitdem er da ist. Dann erinnere ich mich an das, was ich gelernt habe, viel besser, als wenn ich nur einen langen Text lese“, sagt die 12-jährige Jamilia.

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