Eine junge Frau blickt von einem Plakat der Handwerkskammer Bremen.

Mit einer markigen Plakat-Kampagne wirbt die Handwerkskammer Bremen auch in Bremerhaven derzeit um Auszubildende.

Foto: Handwerkskammer

Bremerhaven

Bremerhaven: Provokante Werbung für das Handwerk

24. September 2022 // 16:00

Sind es immer die Akademikereltern, die Jugendliche davon abhalten, einen Handwerksberuf zu erlernen? Ein Plakat der Handwerkskammer Bremen legt das nahe.

Viele blicken nur auf die „sauberen“ Berufe

Nachgefragt bei den Berufsberatern Uwe Klimaschefski und Jörg Hemeyer der Arbeitsagentur in Bremerhaven. „Es stimmt schon, dass Berufe im Handwerk unter Vorbehalten stehen. Aber nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei den Schülern selbst“, sagt Hemeyer. „Wenn nach der Schule eine Berufsausbildung anvisiert wird, dann zumeist die in einem ‚sauberen‘ Beruf. Also eher im kaufmännischen Bereich. Die Jobs im Handwerk, Bau, Holz, Metall, Elektro etwa, gelten eher als körperlich anstrengend und eben nicht so sauber“, berichtet der Berufsberater.

Aufstiegschancen im Handwerk

Was dabei häufig völlig außer acht gerate, sei die Tatsache, dass es auch im Handwerk eine Menge Aufstiegschancen gebe. „Wer in diesen Bereichen seinen Meister macht, verdient zumeist nicht weniger als jemand, der einen Bachelor-Abschluss hat. Handwerksberufe werden in der Regel sehr gut bezahlt. Und die Durchlässigkeit nach oben ist erheblich“, ist die Perspektive, die Teamleiter der Studien- und Berufsberatung Klimaschefski den jungen Leuten aufzeigt. „Wer nach einer handwerklichen Ausbildung noch studieren möchte, hat da in seinem Fachbereich hervorragende Möglichkeiten, von dem Wissen aus der Ausbildung zu profitieren, weil er ja bereits die Praxis kennt.“

Warum das Abitur längst nicht immer automatisch zu glücklichen Akademiker-Karrieren führt, lest Ihr am Sonntag, 25. September 2022, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.

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