Eine Frau und ein Mann stehen vor einem Wandbild

Projekt-Koordinatorin Heike Eulitz und Sozialdezernent Uwe Parpart (SPD) hoffen, dass die Präventiven Hausbesuche von möglichst vielen älteren Menschen genutzt werden. Lammers

Foto: Lammers

Bremerhaven

Bremerhaven: Stadt bietet Senioren Hausbesuche an

18. Dezember 2022 // 10:00

Menschen über 70 vor sozialer Verarmung bewahren: Ab Januar 2023 bietet die Stadt Bremerhaven in zunächst vier Quartieren Hausbesuche an.

Weniger nachbarschaftliche Kontakte

Grundlage ist das Landesprogramm „Lebendige Quartiere“. „Wir haben die Beobachtung gemacht, dass viele Faktoren, die früher ein soziales Netz für ältere Menschen bedeuteten, rückläufig sind“, beschreibt Sozialstadtrat Uwe Parpart die Hintergründe für die „Präventiven Hausbesuche“ durch die Stadt. „Nachbarschaftliche Kontakte lassen nach“, nennt der Dezernent ein Beispiel. „Gleiches gilt für den Zusammenhalt in den Familien.“

Gefahr der Vereinsamung

Langfristig führten Vereinsamung, gepaart mit geringen finanziellen Mitteln nicht selten zu einer Einschränkung der Fähigkeit, das eigene Leben zu gestalten und schlussendlich zu der Gefahr, nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben zu können. „Das möchten aber die meisten“, betont auch Heike Eulitz, die das Projekt der Präventiven Hausbesuche in der Seestadt koordiniert.

Menschen werden angeschrieben

Teil der Präventiven Hausbesuche werden zunächst Grünhöfe, Surheide, Twischkamp und der Bereich Goethestraße werden. Ab Januar werden Menschen zwischen 70 und 75 Jahre anlässlich ihres Geburtstages angeschrieben und ihnen ein Hausbesuch angeboten. „Das Ganze ist natürlich absolut freiwillig“, so Parpart.

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