Verstehen sich gut: Marzena Byc und Horst Hüller. Seit Mai wohnt die 35-jährige Polin bei dem 82-jährigen Wulsdorfer und betreut ihn im Auftrag des „Senioren Anker“.

Verstehen sich gut: Marzena Byc und Horst Hüller. Seit Mai wohnt die 35-jährige Polin bei dem 82-jährigen Wulsdorfer und betreut ihn im Auftrag des „Senioren Anker“.

Foto: van Veenendaal

Bremerhaven

Bremerhaven: Urteil zur 24-Stunden-Pflege verunsichert Senioren

14. August 2021 // 16:10

Die Pflegeagentur „Senioren Anker“ versorgt 300 Senioren. Diese sind unsicher, wieviel Lohn sie für die Pflege zu Hause nun zahlen müssen.

Mindestlohn für Bereitschaft

Ende Juni hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass Betreuungskräfte, die in der häuslichen 24-Stunden-Pflege tätig sind, auch in den Bereitschaftszeiten Anspruch auf den Mindestlohn von 9,60 Euro haben. „In unseren Verträgen gibt es eine klare Begrenzung auf eine 40-Stunde-Woche“, erläutert Beata Wandzioch, Inhaberin des „Senioren Anker“.

Seperate Abrechnung

Tätigkeiten, die darüber hinausgehen, müssten separat abgerechnet werden. „Das passiert aber nur unter der Voraussetzung, dass die Betreuungskraft sich nicht verausgabt“, betont Wandzioch. „Auch Angehörige müssen akzeptieren, dass die Betreuerinnen Freizeit benötigen, dass Pausen und freie Tage unerlässlich sind“, unterstreicht sie. In der Realität werden die Senioren ohnehin mithilfe eines Pflegemixes versorgt.

Was die Pflegeagenturleiterin sich von der Politik wünscht und wie ihre eigenen Vorschläge zur Verbesserung der Situation aussehen, lest Ihr im kostenlosen Artikel bei NORD|ERLESEN.

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