Bezirksfachberater Oliver Henrikson erläutert Gerd Mindermann (Vorsitzender des Bezirksverbands der Gartenfreunde Bremerhaven-Wesermünde), Gartenbaudezernent Maurice Müller (Grüne) sowie Frank Rabus (Kleingartenverein Geesthelle), welche Pflanzen sich auf der Blühwiese auf Geesthelle angesiedelt haben.

Bezirksfachberater Oliver Henrikson erläutert Gerd Mindermann (Vorsitzender des Bezirksverbands der Gartenfreunde Bremerhaven-Wesermünde), Gartenbaudezernent Maurice Müller (Grüne) sowie Frank Rabus (Kleingartenverein Geesthelle), welche Pflanzen sich auf der Blühwiese auf Geesthelle angesiedelt haben.

Foto: Gotthardt

Bremerhaven
Freizeit

Bremerhavener Kleingärtner verzichten auf Chemie

Von Yvonne Gotthardt
9. September 2017 // 16:30

Natur in der Stadt als wichtigen Lebensraum für Mensch und Tier gestalten – dieses Anliegen treibt die Bremerhavener Kleingärtner um. Ein Grund: Viele Lebewesen finden in Zeiten der Monokulturen in der Landwirtschaft kaum noch Lebensräume. Mit ihrer Gartenordnung tragen sie dieser Entwicklung Rechnung, verzichten auf Chemie in ihren Gemüsebeeten und Rabatten.

Erste Bilanz der Kleingärtner fällt positiv aus

Eingeführt wurde die neue Gartenordnung bereits im vergangenen Jahr. Die erste Bilanz ist durchaus positiv. „Viele Mitglieder halten sich dran“, berichtet Bezirksfachberater Oliver Henrikson, dass die Kleingärtner des Bezirksverbandes der Gartenfreunde Bremerhaven-Wesermünde den neuen Regeln durchaus positiv gegenüberstehen – trotz diverser kleingärtnerisch genutzten Flächen, bei denen ihnen Chemie das Leben erleichtern würde.

Fristlose Kündigung droht bei Anwendung von chemischen Mitteln

Allerdings bleibt selbst störrischen Kleingärtnern, nicht viel anderes übrig: Denn denjenigen, die die Hände nicht von ökologisch bedenklichen Mitteln lassen können, drohen drakonische Strafen. „Das kann zur fristlosen Kündigung führen“, so Henrikson.

Chemiefreier Anbau von Lebensmitteln trifft den Nerv der Zeit

„Die Giftspritze beiseite legen, das ist zeitgemäß“, lobt Thomas Reinicke, technischer Leiter des Bremerhavener Gartenbauamtes das Engagement der Kleingärtner. „Die Kleingärten sind Teil einer Bewegung“, sagt Reinicke. Es treffe den Nerv der Zeit und der jungen Leute, ohne Gift gesunde Lebensmittel selbst anzubauen. „Selbst angebaute Tomaten oder Gurken haben einfach einen ganz anderen Geschmack“, betont Gerd Mindermann, Vorsitzender des Bezirksverbandes.

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