Der Zustand ist schlecht: Die Alte Geestebrücke steht kurz davor, aus Gründen der Verkehrssicherheit geschlossen zu werden. Noch ist es aber nicht so: Das Foto stammt aus dem Jahr 2012, als die Brücke einen neuen Fahrbahnbelag erhielt.

Der Zustand ist schlecht: Die Alte Geestebrücke steht kurz davor, aus Gründen der Verkehrssicherheit geschlossen zu werden. Noch ist es aber nicht so: Das Foto stammt aus dem Jahr 2012, als die Brücke einen neuen Fahrbahnbelag erhielt.

Foto: Schimanke/Archiv

Bremerhaven

Bremerhavens Sorgenkinder: Buckelpisten und marode Brücken

Von Christoph Bohn
18. Februar 2017 // 17:39

Rucklige Fahrt auf manchen Buckelpisten: An Bremerhavens Straßen und Brücken gibt es viel zu tun. Fest terminiert sind bisher aber nur die Arbeiten an der Rickmers- und der Borriesstraße. Baudezernentin Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne) drückt jedoch noch an anderen Stellen der Schuh. Aber die politischen Beschlüsse dafür fehlen noch. 

Brücken haben hohen Sanierungsbedarf

Ihre Sorgenkinder sind derzeit die Kennedy- und die Alte Geestebrücke sowie ein Dutzend Straßen im gesamten Stadtgebiet. Acht Millionen Euro Sanierungsbedarf haben alle Brücken der Seestadt. „Nach der Brückenprüfungsnorm DIN 1076 hat das Bauwerk eine Note von 3,9. Das heißt, dass die Schäden erheblich sind. Ab 4,0 ist das Ding dicht“, betont Ehbauer in Sachen Alte Geestebrücke. Weitere zehn Millionen Euro bräuchte man aber für die Straßen, rechnet Ehbauer vor: „Und das ist keine Grundsanierung.“

Vorplanung für den Mecklenburger Weg

Und welche Straßen haben für sie Priorität? Das seien diejenigen mit einer wichtigen Verkehrsfunktion, durch die viele Busse fahren und auf denen viele Schulkinder und ältere Leute unterwegs seien, sagt Ehbauer und blickt dabei auf den Mecklenburger Weg, für den es bereits eine Vorplanung gibt. Die zwölf schlimmsten Fälle liegen in einer Akte mit Zustandsbeschreibung und Fotos auf ihrem Tisch. Neben den Straßen in Grünhöfe ist hier die Wurster Straße zu finden. Ihr bleibe aber nichts anderes übrig, als im Bauausschuss immer wieder auf den Ernst der Lage hinzuweisen. „Wenn ich nicht immer wieder warne, was passiert dann?“, fragt Ehbauer.  

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