Um dieses Grundstück gibt es Streit. In der kleinen Parkanlage soll ein Hospiz für Sterbenskranke gebaut werden. Elf Bäume müssten gefällt werden.

Um dieses Grundstück gibt es Streit. In der kleinen Parkanlage soll ein Hospiz für Sterbenskranke gebaut werden. Elf Bäume müssten gefällt werden.

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Bremerhaven

Das riecht nach Zoff: Uralt-Bäume sollen in Lehe für Hospiz-Neubau gefällt werden

Von Thorsten Brockmann
9. Juni 2017 // 07:46

Die Dieckell-Stiftung will als Investor für die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in einer kleinen Parkanlage hinter dem Gesundheitsamt in Lehe ein Hospiz für Sterbenskranke bauen. Für dieses Vorhaben müssten elf Bäume gefällt werden, 17 weitere würden in Mitleidenschaft gezogen. 

Die Bäume sind älter als 100 Jahre

Die Bäume sind mehr als 100 Jahre alt und gut 20 Meter hoch. Die mächtigsten Eichen haben einen Umfang von zweieinhalb Metern – und müssen gefällt werden, wenn die Dieckell-Stiftung in dem kleinen Park an der Wurster Straße ein Hospiz für Sterbenskranke baut. Um den Grundstücksverkauf bahnt sich Streit an. Es geht um 28 Bäume, die zu den ältesten der Stadt gehören.
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Gartenbaudezernent Maurice Müller hat Bauchschmerzen

„Ich habe erhebliche Bauchschmerzen“, sagten Gartenbaudezernent Maurice Müller. Die Eichen seien von hoher Qualität und hätten eine enorme Bedeutung für den Stadtteil Lehe, sagt Müller. Nach den Plänen des Investors müssten elf Bäume gefällt werden, 17 könnten durch den Bau in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch die Awo kann sich ein anderes Grundstück für das Hospiz vorstellen

Müller ärgert, vor beinahe vollendete Tatsachen gestellt zu werden. „Es gibt andere Flächen in der Stadt, die genauso gut geeignet sind“, sagt er. Und das sagt sogar Awo-Chef Tegeler, der sich ein Hospiz auch in Nachbarschaft des Gerhard-van-Heukelum-Hauses in Mitte hätte vorstellen können. „Wir hatten das vorgeschlagen“, sagt er. „Aber das gefiel dem Oberbürgermeister nicht.“

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