In der Lloyd Werft Bremerhaven wird an einer Jacht gebaut.

Die Bremerhavener Lloyd Werft steht vor dem endgültigen Aus.

Foto: picture alliance/dpa

Bremerhaven

Bremerhavener Lloyd Werft steht vor dem Aus

22. Oktober 2021 // 16:10

Die Belegschaft wurde über Kündigungen ab November informiert. Letzte Hoffnung ist jetzt der Verkauf an die Bremerhavener Rönner-Gruppe.

Lloyd Werft vor dem endgültigen Aus

Die Bremerhavener Lloyd Werft steht vor dem endgültigen Aus. Die Hoffnungen, mit weiteren Aufträgen den Schiffbaubetrieb im MV Werften-Verbund fortführen zu können, haben sich zerschlagen. Die Belegschaft wurde am Freitag auf Kündigungen ab November vorbereitet. Die letzte Hoffnung ist jetzt der Verkauf an die Bremerhavener Rönner-Gruppe.

Bereits im November und Dezember soll es Kündigungen geben

Am Freitag wurde die Belegschaft von Geschäftsführer Carsten Sippel darüber informiert, dass bereits im November und im Dezember die Kündigungen für die Mitarbeiter ausgesprochen werden. Betriebsratsvorsitzender Nils Bothen bestätigt, dass noch in der kommenden Woche Sozialplan und Interessenausgleich ausgehandelt werden. Der Betrieb werde dann zum 31. März kommenden Jahres geschlossen.

270 Mitarbeiter seit Januar im Ungewissen

Seit Januar leben die rund 270 Mitarbeiter bereits mit der Androhung, dass der Schiffbaubetrieb zum Jahresende geschlossen wird. Allerdings gab es immer die Hoffung, dass man das Schicksal noch abwenden kann.

MV Werften durch Pandemie in der Krise

Die Lloyd Werft ist Teil der MV Werften, die durch die Pandemie ebenfalls in die Krise geraten ist. Noch im Juli hatte MV-Werften-Chef Carsten J. Haake eine Abwicklung der Werft ausgeschlossen. Die Lloyd Werft sollte den Endausbau des Expeditions-Kreuzfahrtschiffs „Crystal Endeavor 2“ übernehmen, die bei den MV Werften an der Ostsee gebaut werden soll. „Es gibt Interessenten, aber der Auftrag ist nicht da“, sagt Haake. Deshalb müsse man der Wahrheit ins Auge blicken und die Abwicklung vorbereiten.

Gespräche mit der Rönner-Gruppe sollen intensiviert werden

Gleichzeit werde er jetzt aber die Verkaufsgespäche wieder mit der Rönner-Gruppe intensivieren. Ende März hatte die Genting-Gruppe, denen die MV Werften gehören, ein Angebot der Rönner-Angebot abgelehnt. Die Gesprächre seien aber nicht abgebrochen worden, sagt Haake. „Ich hoffe auf den Verkauf“, ergänzt er.

Betriebsrat und IG Metall hoffen, dass jetzt vielleicht doch noch der Verkauf gelingt. Alles weitere dazu lest Ihr auf NORD|ERLESEN.

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